Bild folgtKI-generierte IllustrationBiscutella laevigata subsp. kerneri
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Wer Kerners Brillenschötchen einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die markanten Früchte sehen aus wie winzige Brillen und gaben dieser Pflanze ihren einprägsamen Namen. Als Kreuzblütler ist sie eine echte Besonderheit für deinen Naturgarten, da sie in Deutschland auf der Roten Liste steht und so zur Rettung der Artenvielfalt beiträgt. Besonders Tagfalter wie der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) und spezialisierte Wildbienen wie die Weißbeinige Schmalbiene (Lasioglossum albipes) profitieren von ihrem Nektarangebot. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, holst du dir mit ihr eine seltene Schönheit in den Garten. Du wirst staunen, wie viel Leben diese kleine Pflanze auf nur wenigen Zentimetern anzieht.
Seltene Brillen für deinen Garten: Ein 22 cm kleiner Magnet für den Aurorafalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist Kerners Brillenschötchen eine wertvolle Nahrungsquelle für verschiedene Insektengruppen. Besonders Tagfalter wie der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Braunkolbige Klämmerfalter (Thymelicus sylvestris) nutzen die Blüten als Tankstelle. Auch seltene Arten wie der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) suchen die Pflanze gezielt auf. Unter den Wildbienen sind es vor allem die Weißbeinige Schmalbiene (Lasioglossum albipes) und die Heidelbeer-Lockensandbiene (Andrena lapponica), die hier Pollen und Nektar finden. Mit ihren leichten Samen, die nur etwa 4,31 mg wiegen, sorgt die Pflanze durch Windausbreitung selbst für ihre Verteilung im Garten. Da sie in der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen direkten Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Bitte beachte, dass Kerners Brillenschötchen laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, solltest du die Pflanze zur Sicherheit an Stellen setzen, die nicht als Hauptspielfläche für kleine Kinder dienen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr größerer Mengen ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, sie benötigt mindestens 6 bis 8 Stunden direktes Sonnenlicht.
Ellenberg Feuchte 5: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass er weder völlig austrocknet noch Staunässe bildet.
Ellenberg Nährstoffe 2: Setze sie in mageren Boden (Schwachzehrer); falls dein Gartenboden sehr humusreich ist, mische reichlich Sand oder feinen Kies unter.
Ellenberg Reaktion 7: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden; eine gelegentliche Gabe von Algenkalk unterstützt das Wachstum.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Mit genau 0.22 m eignet sie sich hervorragend für den Vordergrund eines Beetes oder für Steingärten.
Pflege: Lass die Samenstände im Herbst stehen, damit sich die leichten Samen (4.31 mg) durch den Wind selbst aussäen können.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, kalkreiche Standorte und ergänzt die gelbe Blüte ökologisch sinnvoll.
Kerners Brillenschötchen (Biscutella laevigata subsp. kerneri) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland als indigen (einheimisch) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Standorte, oft in sonnigen, eher nährstoffarmen Lagen. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.22 m. Charakteristisch sind die breitblättrigen Rosetten und die gelben Blüten, die später die paarigen Schötchenfrüchte bilden. Da sie als Schwachzehrer (Pflanze, die wenig Nährstoffe benötigt) gilt, besetzt sie ökologische Nischen, in denen wüchsige Gräser kaum eine Chance haben.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →