Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena lapponica
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Die Heidelbeer-Lockensandbiene ist eine etwa zehn Millimeter große Wildbiene mit dunklem Körper und einer auffallend fuchsroten Behaarung, die mit einem zügigen Flugbild durch den Garten steuert. In deinem Garten legt sie ihre Nester bevorzugt in selbst gegrabenen Gängen im Boden an, da sie zu den solitär (einzeln lebend) nistenden Erdbienen gehört. Diese Art ist polylektisch (nutzt Pollen verschiedener Pflanzenfamilien) und zeigt eine besondere Vorliebe für heimische Beerensträucher. Zwischen Mai und Juli kannst du sie beim Blütenbesuch beobachten, wobei sie besonders häufig an der Heidelbeere, der Preiselbeere und der Himbeere zu finden ist. Auch die Blüten vom Apfel und dem Gewöhnlichen Stechginster dienen ihr als wichtige Nahrungsquellen. In kargeren oder höheren Lagen besucht sie zudem den Fetthennen-Steinbrech, den Klippen-Thymian sowie Kerners Brillenschötchen. Sogar die Moor-Heidelbeer-Artengruppe (Vaccinium uliginosum agg.) wird von ihr zur Versorgung genutzt. Um dieser nützlichen Biene zu helfen, solltest du sonnige, offene Bodenstellen im Garten unbewachsen lassen, damit sie dort ihre Nester graben kann. Ein naturnaher Garten mit den genannten Futterpflanzen bietet ihr die ideale Lebensgrundlage.
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Diese Wildbiene ist für dich vollkommen harmlos und verhält sich gegenüber Menschen niemals aggressiv. Ihr feiner Stachel kann die menschliche Haut normalerweise nicht durchdringen, weshalb keine Gefahr besteht. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und sollte an ihren Nistplätzen im Boden nicht gestört werden.
Die Heidelbeer-Lockensandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Als solitäre Wildbiene organisiert jedes Weibchen den Nestbau im Boden und die Brutpflege ohne die Hilfe von Artgenossen. Die Abgrenzung zu verwandten Sandbienen erfolgt fachlich über die spezifische Behaarung der Weibchen und ihre Bindung an bestimmte Lebensräume wie Heiden oder lichte Wälder.
17 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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