Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum androsaemum
Auch bekannt als: Mannsblut
17
Arten
interagieren
31
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Blut-Johanniskraut (Hypericum androsaemum) sind seine strahlend gelben Blüten mit den auffällig langen Staubblättern und die beerenartigen Früchte, die sich von Rot nach Schwarz verfärben. In deinem Naturgarten schließt dieser kleine Strauch eine wichtige Lücke, da er im Hochsommer Nahrung bietet, wenn viele Frühlingsblüher längst Pause machen. Besonders die Erdhummel (Bombus terrestris) und das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) steuern die Pflanze gezielt an. Da der Strauch kompakt wächst, findet er selbst in kleineren Gärten an einem feuchten Plätzchen seinen Raum. Mit dieser Wahl tust du aktiv etwas für die heimische Artenvielfalt und holst dir einen robusten Hingucker in das Beet.
Kompakter Schattenkünstler: Gelbe Blütenpracht und bunter Fruchtschmuck ab Juli.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Blut-Johanniskraut eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Insektenarten. Besonders Hummeln wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Erdhummel (Bombus terrestris) schätzen das Pollenangebot. Auch Schmetterlinge nutzen die Pflanze, darunter der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) und das Waldbrettspiel (Pararge aegeria). Eine Besonderheit ist der Besuch der Westlichen Kuckuckshummel (Bombus campestris). Da die Samen mit nur 0,07 mg extrem leicht sind, werden sie effektiv durch den Wind verbreitet, was der natürlichen Verjüngung im Garten zugutekommt. Die Beeren dienen zudem im Herbst als Strukturgeber im Gartenraum.
Bitte beachte, dass das Blut-Johanniskraut (Hypericum androsaemum) als nicht kindersicher eingestuft wird. Die attraktiven Früchte können zur Verwechslung mit essbaren Beeren verleiten, sind jedoch ungenießbar und können bei Verzehr Unwohlsein auslösen. Sollten Kinder oder Haustiere Teile der Pflanze verschluckt haben, wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.654 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 6), wo die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Der Boden sollte gleichmäßig feucht (Feuchtewert 7) und mäßig nährstoffreich sein.
Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 6) ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze junge Sträucher am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte bei der Pflanzung ausreichend Abstand, damit sich die Wuchsbreite bei einer Höhe von 0,65 m gut entfalten kann.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten.
Ein leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert die Verzweigung und einen reichen Blütenansatz.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Böden und ergänzt das Johanniskraut ökologisch perfekt.
Das Blut-Johanniskraut gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Wälder und Waldränder, oft an feuchten und wärmebegünstigten Standorten. Morphologisch zeichnet sich dieser verholzte Strauch durch seine eiförmigen, breiten Blätter und eine Wuchshöhe von genau 0,65 m aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Johanniskräutern bildet diese Art fleischige Früchte, die botanisch als Kapseln gelten, aber optisch an Beeren erinnern. Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die vom Wind verbreitet werden.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →