Bild folgtKI-generierte IllustrationBrachypodium rupestre
Auch bekannt als: Stein-Zwenke
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für die Felsen-Zwenke (Brachypodium rupestre) sind ihre schmalen, aufrechten Blütenstände und die dichten, horstartigen Blattschöpfe, die im Garten für eine natürliche Struktur sorgen. Als heimisches Süßgras ist sie ein unverzichtbarer Baustein für einen lebendigen Naturgarten, da sie als wichtige Kinderstube für spezialisierte Falter dient. Besonders das Schachbrett (Melanargia galathea) und der Mauerfuchs (Lasiommata megera) sind auf dieses Gras angewiesen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Wenn du nach einer robusten Pflanze suchst, die auch an sonnigen, trockenen Plätzen gedeiht, triffst du mit ihr genau die richtige Wahl. Mit ihrer Hilfe schaffst du echten Lebensraum auf kargem Boden.
Wichtige Kinderstube für das Schachbrett und den Mauerfuchs.
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Die Felsen-Zwenke ist eine essenzielle Raupenfutterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Daten profitieren vor allem das Schachbrett (Melanargia galathea) und der Mauerfuchs (Lasiommata megera) von diesem Gras. Auch der Helle Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris) und das Helle Gelbhörnchen (Thymelicus lineola) nutzen die Blätter als Nahrungsgrundlage für ihre Larven. Selbst nachts ist an der Pflanze Betrieb, wenn die Raupen der Gelblichen Zwergeule (Hoplodrina octogenaria) dort fressen. Für verschiedene Arten der Heufalter (Coenonympha) stellt sie ebenfalls eine wichtige Lebensgrundlage dar. Im Winter dienen die stehengelassenen Halme zudem als wertvolles Versteck für überwinternde Nützlinge.
Die Felsen-Zwenke wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den scharfkantigen Blättern und den festen Halmen, die bei unvorsichtigem Hantieren zu oberflächlichen Schnittwunden an den Händen führen können. Eine Giftigkeit liegt jedoch nicht vor, sodass sie für Haustiere unbedenklich ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen Standort: Die Pflanze benötigt viel Licht (Lichtwert 7), ideal sind mindestens 6 Stunden direkte Sonne täglich.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7). Ein zu saurer Boden sollte mit Kalk aufbereitet werden.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 3) bevorzugt sie magere Erde. Verzichte unbedingt auf Dünger.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein (Feuchtewert 4). Staunässe ist zu vermeiden, kurzzeitige Trockenheit wird gut vertragen.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Rückschnitt: Schneide die vertrockneten Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, um Insekten einen Überwinterungsort zu bieten.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich meist durch Selbstaussaat oder kann durch Teilung des Horstes im Frühjahr vermehrt werden.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) passt hervorragend, da sie dieselben Ansprüche an Kalk und Sonne stellt.
Die Felsen-Zwenke gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Gebüsche auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre ausdauernde Wuchsform als Horst (kompakter Pflanzenstock ohne Ausläufer) aus. Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima angepasst und besiedelt bevorzugt basenreiche Böden in mäßig warmen Lagen.
1 Video zu Felsen-Zwenke

6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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