Bild folgtKI-generierte IllustrationBrassica oleracea
Auch bekannt als: Chou Commun, Kohlgemüse, Klippenkohl
15
Arten
interagieren
212
Interaktionen
dokumentiert
12
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch fuer den Gemüse-Kohl (Brassica oleracea) sind seine dicken, blaugrünen und oft wachsartig bereiften Blätter sowie die vierzähligen, blassgelben Blütenstände. Er ist weit mehr als nur ein Küchenkraut, denn im Naturgarten dient er als unersetzliche Kinderstube für bedrohte Schmetterlinge. Besonders die Raupen des Kleinen Kohlweißlings (Pieris rapae) und der Kohleule (Melanchra brassicae) sind auf ihn angewiesen. Dass er auf der Roten Liste als extrem selten (R) geführt wird, macht seinen Erhalt im Garten umso wertvoller. Du wirst staunen, wie viel Leben an einer einzigen Pflanze einkehren kann, wenn du sie einfach mal blühen lässt.
Bedrohte Wildform und wertvolle Kinderstube für acht heimische Falterarten
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Mit seiner langen Blütezeit von Mai bis September bietet der Kohl eine verlässliche Energiequelle für viele Fluginsekten. Er ist eine herausragende Raupenfutterpflanze für zahlreiche Falterarten nach aktuellen Daten. Dazu gehören die Hausmutter (Noctua pronuba), der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) und die Gammaeule (Autographa gamma). Auch Wanderfalter wie die Breitflügelige Bandeule (Noctua comes) oder die Jota-Silbereule (Autographa jota) nutzen ihn als Lebensgrundlage. Da die stabilen Stängel oft bis in den Winter stehen bleiben, finden viele Insekten darin einen geschützten Platz für die kalte Jahreszeit.
Der Gemüse-Kohl wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Kultursorten als Lebensmittel bekannt sind, sollte man bei Kleinkindern im Garten darauf achten, dass keine Pflanzenteile in großen Mengen roh verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildpflanzen ist aufgrund der typischen Kohlblätter und des Geruchs nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.64 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Pflanze kräftig gedeihen kann.
Der Boden sollte ein Boden für Starkzehrer (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) sein, also sehr nährstoffreich und fett.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (mäßig feucht); die Erde sollte nie ganz austrocknen, aber Staunässe verträgt er nicht.
Pflanze junge Exemplare von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da er viel Energie benötigt, solltest du regelmäßig reifen Kompost in die Erde einarbeiten.
Lasse die Pflanze im zweiten Jahr unbedingt stehen, da sie erst dann ihre wertvollen Blüten entwickelt.
Die Vermehrung gelingt unkompliziert über die Samen, die nach der Blüte im Spätsommer reifen.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium). Sie ist ebenfalls einheimisch, teilt den Sonnenhunger und lockt ergänzend viele Nützlinge an.
Der Gemüse-Kohl (Brassica oleracea) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) oder Indigen (ursprünglich einheimische Art) besiedelt er in der Wildform oft fette Böden. Er ist eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die im zweiten Jahr imposante, verzweigte Blütenstände bildet. Eine morphologische Besonderheit ist die dicke Wachsschicht auf den Blättern, die als Verdunstungsschutz dient. In der freien Natur ist die Wildform heute extrem selten und streng schützenswert.
1 Video zu Gemüse-Kohl

12 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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