Bild folgtKI-generierte IllustrationCamponotus fallax (Nylander, 1856)
Nylander, 1856
7
Pflanzen
besucht
7
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Kerbhalsige Rossameise (Camponotus fallax) ist ihr tiefschwarz glänzender Körper und die für ihre Gattung eher zierliche Größe von vier bis neun Millimetern. Du findest diese Ameise vorwiegend in den Kronen alter Bäume, da sie arboricol (baumbewohnend) lebt und ihre Nester in abgestorbenen Ästen anlegt. Im zeitigen Frühjahr beobachtest du sie oft bei der Suche nach Energie an der Vogel-Kirsche (Prunus avium) oder dem Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.). Während des Sommers besucht sie zur Nahrungssuche auch die Wasser-Minze (Mentha aquatica) und die Spitzblatt-Malve (Malva pusilla). Die Königin legt ihre Eier geschützt im Inneren von Totholz ab, wo sich die Larven über mehrere Wochen entwickeln. Eine Kolonie besteht dauerhaft über viele Jahre, wobei im Hochsommer die geflügelten Geschlechtstiere zum Hochzeitsflug (Paarungsflug) aufbrechen. Das Tier überwintert in einer Kältestarre (Zustand extrem verlangsamten Stoffwechsels) direkt in seinem Holznest. Um diese nützliche Art zu fördern, solltest du auf das übertriebene Ausputzen von Bäumen verzichten und Totholzanteile in der Baumkrone belassen. Auch das Belassen von Wildkräutern wie dem Glanz-Ehrenpreis (Veronica polita) bietet ihr wertvolle Ressourcen direkt in deinem Garten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Kerbhalsige Rossameise ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Sie besitzt keinen Stachel, ist nicht aggressiv und schädigt keine gesunden Bäume, da sie nur bereits vorhandene Hohlräume oder abgestorbenes Holz nutzt. Ein besonderer Schutzstatus nach der Roten Liste liegt regional vor, weshalb du sie einfach ungestört gewähren lassen solltest.
Diese Ameisenart gehört zur Familie der Formicidae und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als wärmeliebende Art bevorzugt sie lichte Wälder, Streuobstwiesen und naturnahe Gärten mit altem Baumbestand. Im Gegensatz zu bodenbewohnenden Arten erkennst du sie an ihrer strikten Bindung an Holzstrukturen in der Vertikalen. Die Arbeiterinnen sind polymorph (vielgestaltig), was bedeutet, dass innerhalb einer Kolonie unterschiedlich große Tiere vorkommen, die jedoch alle einheitlich glänzend schwarz gefärbt sind.
7 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →