Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex ×bolina
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Auffällig sind bei der Segge (Carex ×bolina) vor allem die für Sauergrasgewächse (Cyperaceae) typischen, dreikantigen Stängel und die grasartigen, schmalen Blätter, die dichte Horste bilden. Als natürliche Hybride ist sie ein spannendes Element für naturnahe Gärten, da sie ökologische Nischen besetzt, die viele Ziergräser nicht füllen können. Für Schmetterlinge wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder den Gelbringfalter (Lopinga achine) stellt sie eine wichtige Lebensgrundlage dar. Wenn du in deinem Garten einen feuchten Bereich ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit dieser Segge eine hervorragende Wahl. Sie zeigt dir, dass auch unscheinbare Gräser wahre Helden für die Artenvielfalt sein können. Probiere es einfach aus und beobachte, wie sich das Leben in deinem Garten verändert.
Unverzichtbare Kinderstube für den Gelbringfalter und andere seltene Edelfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Segge eine wertvolle Ressource für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) nutzen sie als Rückzugsort oder Larvalhabitat. Auch seltenere Arten wie das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) oder der Gelbringfalter (Lopinga achine) profitieren von ihrem Vorkommen. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die die Nährstoffaufnahme verbessern und die Pflanze widerstandsfähiger machen. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme Unterschlupf für kleine Wirbellose und die Samen dienen als karge Winternahrung für Vögel.
Bitte beachte, dass die Segge (Carex ×bolina) als nicht kindersicher eingestuft wird. Das liegt primär an den oft sehr scharfkantigen Blättern, an denen man sich bei unvorsichtiger Handhabung leicht schneiden kann. Trage beim Rückschnitt am besten Gartenhandschuhe und pflanze sie nicht direkt an schmale Pfade, wo Kinder spielen. Giftige Inhaltsstoffe sind bei dieser Art jedoch nicht bekannt.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen Platz mit viel Licht, idealerweise in voller Sonne oder im hellen Halbschatten.
Boden: Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein; die Segge verträgt keine längeren Trockenperioden.
Bodenbeschaffenheit: Ein eher magerer, aber kalkhaltiger Boden entspricht ihrem natürlichen Lebensraum.
Pflanzzeit: Setze die Segge am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen ein, damit der Horst sich gut entfalten kann.
Pflege: Schneide die Pflanze erst im Frühjahr zurück, da die Halme im Winter wichtigen Schutz für Insekten bieten.
Vermehrung: Eine Teilung des Horstes im zeitigen Frühjahr ist die einfachste Methode zur Vermehrung.
Düngung: Ein vorsichtiges Mulchen mit organischem Material im Frühjahr reicht völlig aus.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte hat und im Frühjahr für Farbtupfer sorgt.
Die Segge (Carex ×bolina) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen. In unserer Region kommt sie vor allem an feuchten Standorten wie Niedermooren (nährstoffreiche, dauerhaft feuchte Moore) oder Nasswiesen vor. Als Hybride vereint sie morphologische Merkmale ihrer Elternarten, was sich oft in der Form der Ährchen und Schläuche (die Fruchthüllen der Seggen) zeigt. Typisch für die Gattung ist die Dreizähligkeit, die man besonders gut am Stängelquerschnitt spüren kann. Sie wächst meist horstig, bildet also keine weiten Ausläufer, sondern bleibt kompakt an ihrem Platz.
1 Video zu Carex ×bolina

8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →