
Cerastium arvense subsp. arvense
10
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die schneeweißen, tief eingeschnittenen Blüten und die fein behaarten, schmalen Blätter des Acker-Hornkrauts. Als robuster Bodendecker bildet es dichte Matten, die trockene Gartenbereiche im Handumdrehen in ein lebendiges Blütenmeer verwandeln. Besonders für Tagfalter wie den Heufalter (Colias hyale) ist die Pflanze eine wertvolle Tankstelle in der offenen Landschaft. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) steuert die leuchtenden Blüten an sonnigen Tagen regelmäßig an. Wenn du einen unkomplizierten Überlebenskünstler für karge Stellen suchst, ist diese heimische Art genau die richtige Wahl für dich. Du wirst staunen, wie viel Leben das kleine Hornkraut in deinen Garten bringt.
Robuster Polsterbildner und weißes Blütenwunder für Heufalter und Wildbienen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Acker-Hornkraut eine wichtige Futterpflanze für verschiedene Insektengruppen. Der Heufalter (Colias hyale) nutzt die Blüten als Nektarquelle, während die Honigbiene (Apis mellifera) die Pflanze für ihre täglichen Sammelflüge nutzt. Auch spezialisierte Insekten wie die Blattwespe Tenthredo koehleri Klug, 1817, finden sich regelmäßig an den Beständen ein. In Gebirgslagen ist die Art zudem ein Anziehungspunkt für den Dunklen Alpenbläuling (Agriades glandon). Durch ihren dichten Wuchs bietet sie kleinen Bodenbewohnern Schutz und trägt zur Bodenbefestigung an trockenen Standorten bei. Da sie auch im Winter grüne Polster bildet, bleibt der ökologische Wert über das ganze Jahr erhalten.
Das Acker-Hornkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält Saponine (seifenartige Pflanzenstoffe), die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Achte daher darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen besteht bei Berücksichtigung der behaarten Blätter jedoch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Wähle einen vollsonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden.
Das Acker-Hornkraut bevorzugt eher magere (nährstoffarme) Verhältnisse und verträgt Trockenheit sehr gut.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Da die Pflanze NM (keine Mykorrhiza-Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) aufweist, stellt sie geringe Ansprüche an das Bodenleben.
Gießen ist nur bei langanhaltender Hitze notwendig, da Staunässe (stehendes Wasser) die Wurzeln schädigen kann.
Ein Rückschnitt nach der Hauptblüte hält die Polster kompakt und fördert die Vitalität.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Teilung der Polster im Frühherbst.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und ergänzen sich hervorragend im naturnahen Beet.
Das Acker-Hornkraut (Cerastium arvense subsp. arvense) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Es ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (bereits vor Jahrhunderten eingewandert) weit verbreitet. Typische Lebensräume sind trockene Wiesen, Äcker und Wegränder. Morphologisch zeichnet es sich durch einen polsterartigen Wuchs und gegenständige, lanzettliche Blätter aus. Die Blütenblätter sind tief gespalten, was der Blüte eine herzförmige Optik verleiht.
3 Videos zu Acker-Hornkraut



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Sebastian Schmidt / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →