Bild folgtKI-generierte IllustrationCerastium holosteoides
Auch bekannt als: Cerastium holosteoides
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Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer das Gewöhnliche Hornkraut (Cerastium holosteoides) sind seine kleinen, weißen Blüten mit den tief eingeschnittenen Kronblättern und die weich behaarten, länglichen Blätter. Diese Art ist ein wichtiger Bestandteil naturnaher Wiesen und bietet bereits im zeitigen Frühjahr Nahrung für Insekten. Besonders die Erzfarbene Düstersandbiene (Andrena humilis) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) profitieren von dem frühen Blühbeginn ab März. Da die Pflanze eher unauffällig wächst, übersieht man sie oft, doch für die Artenvielfalt in deinem Rasen leistet sie einen wertvollen Beitrag. Du kannst sie einfach gewähren lassen, da sie kaum Pflege benötigt und sich harmonisch in die Gartenflora einfügt.
Bescheidene Frühlingsbotin: Die erste wichtige Tankstelle für die Düstersandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Gewöhnliche Hornkraut eine wichtige Futterquelle für verschiedene Insektengruppen. Die Erzfarbene Düstersandbiene (Andrena humilis) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) besuchen die Blüten regelmäßig, um Energie zu sammeln. Auch für die Käferwelt spielt die Pflanze eine Rolle: Der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) und der Rotbeinige Feldlaufkäfer (Nebria rufescens) nutzen die Bestände aktiv. Ebenso findet man dort den Laufkäfer Amara familiaris. Da die Pflanze bis in den Juni hinein blüht, stellt sie eine verlässliche Nahrungsquelle während der gesamten Frühlingsphase dar.
Bitte beachte, dass das Gewöhnliche Hornkraut laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist. Obwohl es keine schweren Giftstoffe enthält, sollten Kleinkinder beim Spielen im Garten beaufsichtigt werden. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen Hornkraut-Arten, die jedoch ähnliche Eigenschaften aufweisen und ebenfalls als nicht toxisch gelten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Das Gewöhnliche Hornkraut ist sehr anpassungsfähig und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. * Es bevorzugt normale Gartenerde, die nicht zu extrem austrocknen sollte, kommt aber mit kargen Böden gut zurecht. * Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist. * Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze genügsam ist. * Bei langanhaltender Trockenheit solltest du gelegentlich gießen, ansonsten reicht der natürliche Regen aus. * Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Samen oder durch die Bildung von Ausläufern. * Falls die Pflanze im Rasen zu stark wuchert, kannst du sie nach der Blüte einfach mitmähen. * Als gute Partnerin bietet sich der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) an. * Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche auf frischen Wiesen und ergänzen sich optisch durch das Zusammenspiel von Weiß und Blau. * Diese Kombination fördert zudem die kleinteilige Strukturvielfalt für Bodenbewohner.
Das Gewöhnliche Hornkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Es wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft und gilt als nicht gefährdet. Die Pflanze wächst meist niederliegend bis aufsteigend und bildet lockere, grüne Rasen auf Wiesen und an Wegrändern. Botanisch interessant ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme), die der Pflanze hilft, auch auf weniger optimalen Standorten zu gedeihen.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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