Bild folgtKI-generierte IllustrationClinopodium acinos
Auch bekannt als: Clinopodium acinos, Feld-Steinquendel
11
Arten
interagieren
19
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die zierlichen, lippenförmigen Blüten, die sich bei diesem niedrigen Kraut von Juni bis September zeigen. Der Steinquendel (Clinopodium acinos) ist ein echter Spezialist für karge Ecken, an denen sonst kaum etwas wächst. Im Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er Bestäubern wie der Dunkelgrünen Schmalbiene eine verlässliche Nahrungsquelle bietet. Auch die Schwarzgraue Wegameise (Lasius alienus) schätzt die Pflanze sehr. Wenn Du einen sonnigen, trockenen Platz hast, ist dieser zierliche Lippenblütler genau die richtige Wahl für Dich.
Zierlicher Überlebenskünstler: 4 Monate Blütezeit für die Schmalbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Steinquendel eine wichtige Anlaufstelle für die Dunkelgrüne Schmalbiene. Auch die Schwarzgraue Wegameise (Lasius alienus) besucht die Pflanze regelmäßig. Ein interessanter Gast ist zudem der Grüne Minz-Blattkäfer, der die Blätter als Lebensraum nutzt. Die sehr leichten Samen (Diasporen), die nur etwa 0,5719 mg wiegen, werden durch den Wind oder über weitere Strecken verbreitet. Damit trägt die Pflanze zur Vernetzung von Biotopen bei. Für den Gartenbesitzer bedeutet das: Wer den Steinquendel ansiedelt, fördert spezialisierte Insekten, die auf magere Standorte angewiesen sind.
Bitte beachte, dass der Steinquendel als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Achte in Gärten mit kleinen Kindern darauf, dass die Pflanze eher als ökologische Bereicherung und nicht als Naschpflanze betrachtet wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.26 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in voller Sonne (Ellenberg Lichtwert 9), ideal sind Südhänge oder Steingärten.
Boden: Die Erde muss mager sein (Schwachzehrer); vermeide Dünger konsequent.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 2), Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Kalk: Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (Reaktionswert 7) ist für die Entwicklung wichtig.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchs: Da die Pflanze genau 0,26 m hoch wird, passt sie gut in den Vordergrund von Beeten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist kaum nötig; lass die Samenstände für die Selbstaussaat stehen.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) oder der Wirbelrost (Clinopodium vulgare), da sie ähnliche Ansprüche an Trockenheit und Licht stellen.
Der Steinquendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und andere Standorte mit kalkhaltigen, basischen Böden. Als krautige Pflanze verholzt er nicht und bleibt mit einer Wuchshöhe von 0,26 m eher klein. Die Pflanze bildet eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM aus, was ihr hilft, auf extrem nährstoffarmen Standorten zu überleben.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →