Bild folgtKI-generierte IllustrationCochlearia officinalis
Auch bekannt als: Löffelkresse, Cranson Officinal, Löffelblättchen, Echtes Löffelkraut, Skorbutkraut, Bitterkresse
Artengruppe
9
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Gebräuchliche Löffelkraut (Cochlearia officinalis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die fleischigen, löffelartigen Grundblätter geben der Pflanze ihren Namen und machen sie unverwechselbar. In deinem Naturgarten ist sie ein seltener Schatz, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierten Insekten wie dem Spanner (Coenotephria salicata) als Lebensgrundlage dient. Auch der Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus) besucht die weißen Blütenstände im Frühsommer. Wenn du eine Vorliebe für heimische Wildpflanzen mit Geschichte hast, ist dieses Kraut genau das Richtige für dich.
Gefährdete Schönheit: Ein seltener Küstengast für deinen Naturgarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Löffelkraut eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten. Besonders der Spanner (Coenotephria salicata) nutzt die Pflanze als Lebensraum. Auch Käfer wie der Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus) finden sich regelmäßig auf den Blüten ein, um Pollen zu sammeln. In alpinen oder küstennahen Lagen profitieren Vögel wie das Alpenschneehuhn oder der Eissturmvogel von der Pflanze. Da sie im Mai und Juni blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühsommers. Durch ihren Status als gefährdete Art ist jede Pflanze ein wichtiger Trittstein (vernetzender Lebensraum) für die lokale Fauna.
Bitte beachte, dass das Gebräuchliche Löffelkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Wegen der enthaltenen Senföle sollten Kinder die Pflanze nicht in größeren Mengen verzehren. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der löffelförmigen Blätter kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; das Löffelkraut verträgt keine langanhaltende Trockenheit.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt es normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden während der Anwachsphase stets feucht bleibt.
Da die Art zweijährig oder ausdauernd wächst, solltest du Verblühtes teilweise stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
In harten Wintern schützt eine leichte Reisigauflage die Blattrosette.
Eine Vermehrung durch Aussaat im Spätsommer ist unkompliziert möglich.
Gute Partnerin: Die Strand-Grasnelke (Armeria maritima) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Das Gebräuchliche Löffelkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch). Ursprünglich stammt es aus den Küstenregionen, besiedelt aber auch salzhaltige Standorte im Binnenland. Typisch sind die weißen, vierzähligen Blüten und die herz- bis nierenförmigen Blätter, die als Anpassung an salzige Böden oft leicht sukkulent (fleischig verdickt) wirken. Da es in Deutschland als gefährdet (Rote Liste 3) gilt, leistest du mit der Ansiedlung einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der regionalen Artenvielfalt.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →