Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis setosa
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind beim Borsten-Pippau vor allem die namensgebenden, borstigen Haare an den Stängeln und Hüllblättern, die seine goldgelben Korbblüten einrahmen. Diese Pflanze ist ein wunderbarer Zuwachs für sonnige Ecken, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten wie den Rapsweißling (Pieris napi) darstellt. Auch Käfer wie der Goldglänzende Blattkäfer (Cryptocephalus aureolus) besuchen die Blüten regelmäßig. Für deinen Naturgarten ist er ideal, wenn du eine pflegeleichte und wärmeliebende Art suchst. Du tust damit aktiv etwas für die Artenvielfalt auf kleiner Fläche. Hast du schon einen passenden, sonnigen Platz im Blick?
Kompakter Sonnenanbeter: Der Borsten-Pippau lockt Goldkäfer und Falter an.
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In deinem Garten übernimmt der Borsten-Pippau eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem. Besonders der Rapsweißling (Pieris napi) schätzt die gelben Blüten als Nektarquelle während der Sommermonate. Auch spezialisierte Käferarten wie der Goldglänzende Blattkäfer (Cryptocephalus aureolus) finden sich hier regelmäßig zur Nahrungssuche ein. Da die Pflanze von Mai bis Juli blüht, schließt sie eine relevante Lücke im Nahrungsangebot für Fluginsekten. Nach der Blütezeit können die Samen verschiedenen Vogelarten als Energiequelle dienen. Zudem geht die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was die Nährstoffaufnahme und Bodenstabilität fördert.
Der Borsten-Pippau wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, sollten kleine Kinder und Haustiere vorsorglich davon abgehalten werden, Teile der Pflanze zu verzehren. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der markanten Behaarung für aufmerksame Gärtner unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.265 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Pflanze für eine gute Entwicklung direktes Sonnenlicht benötigt.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngung ist ideal.
Kalkgehalt: Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch (Reaktion 7) sein; arbeite bei Bedarf etwas Kalk in die Erde ein.
Wasser: Die Pflanze verträgt Trockenheit gut; halte den Boden eher mäßig feucht bis trocken (Feuchte 4).
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst ab September.
Wuchshöhe: Beachte bei der Beetplanung die kompakte Höhe von exakt 0,27 m.
Pflege: Die Pflanze ist nicht verholzt und stirbt nach der Samenreife meist ab, sorgt aber oft durch Selbstaussaat für Nachkommen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) — sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzt das Gelb des Pippaus ökologisch sinnvoll.
Der Borsten-Pippau gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Er besiedelt bevorzugt wärmeliebende Standorte und kommt oft auf mäßig trockenen Wiesen oder Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen) vor. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,27 m und zeichnet sich durch ihre breitblättrigen Grundblätter aus. Botanisch wird er als Mittelzehrer (Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt) eingestuft und bevorzugt kalkhaltige Böden.
19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →