Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Halictidae
Engl.: Downland Furrow Bee
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Diese Furchenbiene (Halictus compressus) fällt dir im Garten durch ihren dunklen Körper mit den hellen Haarbinden an den Hinterleibssegmenten und ihren flinken Flug in Bodennähe auf. Als typische Vertreterin ihrer Gattung legt sie ihre Nester eigenständig im Boden an, wobei sie vegetationsarme, sonnige Stellen bevorzugt. Du kannst sie als polylektisch (auf viele verschiedene Pollenquellen angewiesen) bezeichnen, da sie eine Vielzahl von Pflanzenfamilien nutzt. In deinem Garten steuert sie besonders gerne die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), den Weiß-Klee (Trifolium repens) oder die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) an. Auch der Kleine Odermennig (Agrimonia eupatoria) und der Wiesen-Pippau (Crepis biennis) sind wichtige Nahrungsquellen für die Versorgung ihrer Brut. Ebenso nutzt sie das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) und die Acker-Winde (Convolvulus arvensis) regelmäßig. Um dieser nützlichen Biene zu helfen, solltest du offene Bodenstellen im Garten zulassen und heimische Wildpflanzen fördern. Ein strukturreicher Garten mit ungefüllten Blüten bietet ihr die beste Lebensgrundlage. Achte darauf, dass du keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwendest, um ihre Bestände nachhaltig zu schützen. Heimische Pflanzen wie der Kiel-Lauch (Allium carinatum) werten ihren Lebensraum zusätzlich auf.
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Im Mai herrscht Hochbetrieb bei der Pollensammlung und Brutvorsorge dieser Biene. Die Weibchen besuchen intensiv Pflanzen wie das Kanadische Berufkraut (Conyza canadensis), die Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens) oder den Kiel-Lauch (Allium carinatum). Sie graben Gänge in den Erdboden, um dort ihre Brutzellen anzulegen. Die Versorgung der Larven erfolgt mit Pollen von verschiedenen Blüten wie dem Schmalblättrigen Greiskraut (Senecio inaequidens) oder der Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria).
Diese Wildbiene ist extrem friedfertig und setzt ihren Stachel gegenüber Menschen praktisch nie ein. Sie steht unter allgemeinem Naturschutz und sollte in ihrem Lebensraum sowie an den Nistplätzen im Boden nicht gestört werden. Eine Verwechslung mit Wespen ist aufgrund des unauffälligen Verhaltens und der fehlenden gelb-schwarzen Warnfärbung nahezu ausgeschlossen.
Die Art Halictus compressus gehört zur Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler) und zur Familie der Halictidae (Schmal- und Furchenbienen). Ihr dokumentiertes Verbreitungsgebiet umfasst Regionen wie Italien, die Niederlande, Estland, Litauen und das Vereinigte Königreich. Kennzeichnend für die Gattung Halictus ist die namensgebende Furche am Ende des Hinterleibs bei den Weibchen. Die Nistbiologie ist durch das Graben von Gängen im Erdboden geprägt, wobei die Art oft solitär (einzeln lebend) ihre Brut versorgt.
23 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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