Bild folgtKI-generierte IllustrationCymbalaria muralis subsp. muralis
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
15
Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren kleinen, lippenförmigen Blüten, die an Miniatur-Löwenmäulchen in hellem Violett erinnern, fällt das Mauer-Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) sofort auf. Es ist ein faszinierender Überlebenskünstler für Mauerritzen, der sich nach der Befruchtung aktiv vom Licht wegdreht, um seine Samen direkt in dunkle Spalten abzulegen. Für deinen Garten ist es ein Gewinn, da es kühle Steinwände belebt und Insekten wie der Waldhummel (Bombus sylvarum) über Monate hinweg Nahrung bietet. Wenn du eine ungenutzte Fuge an einer eher schattigen Gartenmauer hast, ist diese Pflanze die perfekte Wahl. Trau dich ruhig, dieses bescheidene Kraut in deinem Garten gewähren zu lassen.
Besiedelt charmant jede Mauerritze und speist die seltene Waldhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Mauer-Zimbelkraut eine verlässliche Energiequelle für verschiedene Hautflügler. Besonders die Waldhummel (Bombus sylvarum) nutzt die von Mai bis September erscheinenden Blüten als wichtige Trachtpflanze (Nahrungsquelle). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) ist ein regelmäßiger Gast an den violetten Lippenblüten. Da die Pflanze bis weit in den Herbst hinein blüht, schließt sie eine wichtige Versorgungslücke im Gartenjahr. Die Ausbreitung erfolgt effizient über sehr leichte Samen (0,1296 mg), die entweder vom Wind verweht oder gezielt in Fugen platziert werden.
Bitte beachte, dass das Mauer-Zimbelkraut in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kannst du dich zur Sicherheit an den Giftnotruf unter 0228 19 240 wenden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.243 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), ideal sind Mauern oder Treppen mit Nord- oder Ostausrichtung.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein (Ellenberg Feuchte 4), da die Pflanze keine extreme Trockenheit mag.
Ein normaler, mittelguter Gartenboden (Mittelzehrer) in den Fugen reicht für die Nährstoffversorgung völlig aus.
Achte auf eine kalkhaltige oder basische Umgebung (Ellenberg Reaktion 7), was bei Mörtelfugen meist gegeben ist.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost im November.
Da die Pflanze nur 0,24 m hoch wird, kannst du sie sehr punktgenau in kleinste Ritzen setzen.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze krautig bleibt und sich selbst durch Aussaat verjüngt.
Gute Partnerin: Die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) – sie hat identische Standortansprüche und bildet einen schönen grünen Kontrast zur Blüte.
Das Mauer-Zimbelkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) fest etabliert. Sein natürlicher Lebensraum sind feuchte Felsfluren, doch im Siedlungsraum bevorzugt es Sekundärstandorte wie alte Weinbergmauern oder schattiges Mauerwerk. Botanisch auffällig ist die Wuchsform als krautige Pflanze, die trotz ihrer zarten Erscheinung sehr robust gegenüber kühleren Temperaturen ist. Die Art ist ein typischer Vertreter der Mauerfugen-Vegetation, die sich an kalkhaltiges (basisches) Gestein angepasst hat.
3 Videos zu Mauer-Zimbelkraut



15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →