Bild folgtKI-generierte IllustrationDatura stramonium var. stramonium
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Gemeine Stechapfel (Datura stramonium var. stramonium) durch seine großen, trichterförmigen weißen Blüten und die markanten, stacheligen Fruchtkapseln. Als einjähriges Nachtschattengewächs bringt er eine fast exotische Note in deinen Garten und dient gleichzeitig als wichtige Futterquelle für spezialisierte Nachtfalter. Besonders die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und das filigrane Windengeistchen (Pterophorus pentadactyla) nutzen die Pflanze als Lebensraum. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) schätzt das reiche Angebot der markanten Blüten. Wenn du ein Herz für die geheimnisvollen Besucher der Dämmerung hast, ist diese Art eine faszinierende Bereicherung für dein Beet.
Mystischer Nachtblüher: Die 0,8 Meter hohe Tankstelle für seltene Eulenfalter.
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Der ökologische Wert des Gemeinen Stechapfels liegt vor allem in seiner Bedeutung für die nächtliche Artenvielfalt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren insbesondere Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa zea) von der Pflanze. Auch das Windengeistchen (Pterophorus pentadactyla) ist ein regelmäßiger Besucher. Während des Tages steuert die Honigbiene (Apis mellifera) die großen Trichterblüten an. Die schweren Samen werden meist nur über kurze Distanzen ausgebreitet, was zur Bildung kleiner, stabiler Populationen im Garten führt. Da er ein Starkzehrer ist, zeigt er dir zudem an, wo dein Gartenboden besonders nährstoffreich ist.
Vorsicht: Alle Pflanzenteile, insbesondere Blätter und Samen, sind durch Alkaloide wie Scopolamin und Atropin sehr giftig. Bei Vergiftung durch Einnahme besteht Lebensgefahr; halte Kinder und Haustiere unbedingt fern. Trage bei Gartenarbeiten sicherheitshalber Handschuhe. Im Notfall kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.796 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), idealerweise mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Boden: Der Stechapfel ist ein Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze), der einen sehr fetten, stickstoffreichen Boden benötigt.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch (mäßig feucht). Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
pH-Wert: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr zwischen April und Mai aus, sobald kein starker Frost mehr droht.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die Endhöhe von genau 0,8 m.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Pflanze einjährig ist; lass die Kapseln für die Selbstaussaat stehen, falls gewünscht.
Pflanzpartner: Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) ist eine gute Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden stellt und das Blau ihrer Blüten wunderbar mit dem Weiß des Stechapfels kontrastiert.
Der Gemeine Stechapfel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind oft Ruderalstellen (unbewachsene Schutt- oder Brachflächen), wo er als Pionierpflanze nährstoffreiche Böden besiedelt. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 0,8 m und bildet breitblättriges Laub aus. Botanisch interessant sind die schweren Samen, die eine Kurzdistanz-Ausbreitung bevorzugen oder durch Tiere verschleppt werden. Die Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) erfolgt über den AM-Typ (arbuskuläre Mykorrhiza).
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →