
Digitalis grandiflora
Auch bekannt als: Grossblütiger Fingerhut
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Großblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora) durch seine blassgelben, großen Blütenglocken auf, die im Inneren eine feine braune Netzzeichnung tragen. Diese heimische Staude ist ein echter Gewinn für deinen Garten, da sie als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Insekten wie die Heidehummel (Bombus humilis) dient. Durch seine Lebensweise mit Arbuskulärer Mykorrhiza (AM), einer engen Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und Bodenpilzen, ist er bestens im Erdreich vernetzt. Da die Art auf der Vorwarnliste steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen halbschattigen Platz hast, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Gefährdete Schönheit: Die gelbe Hummel-Tankstelle für deinen Schattengarten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Fingerhut eine zentrale Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen. Besonders die seltene Heidehummel (Bombus humilis) und die Berglandhummel (Bombus monticola) profitieren von dem tiefen Blütenkelch. Auch die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum) lässt sich regelmäßig an den gelben Glocken beobachten. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) fördert die Pflanze zudem die biologische Aktivität und Stabilität des Bodens. Da die Art indigen (einheimisch) ist, ist sie perfekt an das hiesige Ökosystem angepasst und unterstützt die regionale Insektenwelt effektiver als exotische Zierpflanzen.
Bitte sei vorsichtig: Der Großblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora) ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Er ist daher nicht kindersicher und sollte keinesfalls in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder spielen. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkräutern ist wegen der markanten, glockenförmigen Blüten zwar unwahrscheinlich, aber dennoch ist beim Umgang Vorsicht geboten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (halbtägige Besonnung), idealerweise an einem Gehölzrand.
Boden: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein. Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) benötigt er einen gewöhnlichen, humosen Gartenboden ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Staude entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht. Lass die verblühten Stände im Herbst stehen, damit sie sich versamen kann.
Vermehrung: Er vermehrt sich zuverlässig über Samen, die du im Spätsommer direkt im Beet verteilen kannst.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca). Beide Arten kommen in der Natur gemeinsam an Waldsäumen vor und teilen sich den Anspruch an frische, halbschattige Standorte, während sie am Boden einen dichten Teppich bilden.
Der Großblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich einheimisch) und besiedelt bevorzugt Waldränder und lichte Waldstellen. Die Pflanze wächst ausdauernd und erreicht oft eine stattliche Höhe, wobei ihre behaarten Stängel und die lanzettlichen Blätter charakteristisch sind. In der Roten Liste wird er in der Kategorie V (Vorwarnliste) geführt, was seine Schutzwürdigkeit in der Region unterstreicht.
3 Videos zu Großblütiger Fingerhut



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1868838026
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →