Bild folgtKI-generierte IllustrationDiplocoelus fagi (Chevrolat, 1837)
Chevrolat, 1837
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bekannt
Diplocoelus fagi ist ein winziger, bräunlicher Käfer, den Du meist nur bei genauem Hinsehen an der Rinde alter Laubbäume entdeckst. In Deinem Garten lebt er im Verborgenen und bevorzugt morsche Äste oder abgestorbene Stammabschnitte. Er gehört zur Familie der Biphyllidae (Mooskäfer), die auf das Vorhandensein bestimmter Pilze angewiesen sind. Die Tiere ernähren sich sowohl als Larve als auch als Käfer von Pilzmyzel (dem fadenförmigen Geflecht von Pilzen), das im Totholz wächst. In seiner Rolle als Mycetophage (Pilzfresser) unterstützt er aktiv den Abbau organischen Materials und fördert so den natürlichen Nährstoffkreislauf. Du kannst diesem nützlichen Bewohner helfen, indem Du Totholz von Laubbäumen einfach an einem schattigen Platz im Garten liegen lässt. Ein solcher naturnaher Bereich bietet ihm Schutz und eine dauerhafte Lebensgrundlage. Auf den Einsatz von Fungiziden (Pilzbekämpfungsmittel) solltest Du verzichten, um seine Nahrungsquellen nicht zu gefährden. Seine Anwesenheit ist ein wunderbares Zeichen für ein funktionierendes, kleines Ökosystem direkt vor Deiner Haustür.
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Dieser Käfer ist für Menschen, Haustiere und Deine Gartenpflanzen absolut harmlos. Er ernährt sich ausschließlich von Pilzen an totem Holz und verursacht keine Schäden an gesundem Pflanzengewebe. Es bestehen keine besonderen Schutzbestimmungen, doch ist er als nützlicher Zersetzer ein wertvoller Teil der Artenvielfalt.
Diplocoelus fagi wird taxonomisch in die Familie der Biphyllidae (Mooskäfer) eingeordnet und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Die Art besiedelt bevorzugt Bestände der Hainbuche (Carpinus betulus), der Winter-Linde (Tilia cordata) oder der Gewöhnlichen Buche (Fagus sylvatica). Hier findet der Käfer die für seine Entwicklung notwendigen pilzbefallenen Holzstrukturen an lebenden oder toten Bäumen. Er gilt als wichtiger Zeiger für ökologische Qualität und Strukturreichtum in Laubmischwäldern und Gartenanlagen.
5 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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