
Tilia cordata
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Arten
interagieren
109
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dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Die Winter-Linde (Tilia cordata) besticht durch ihre herzerfrischenden, schief-herzförmigen Blätter und die duftende Blütenpracht im Frühsommer. In deinem Naturgarten ist sie ein wahrer Gigant der Artenvielfalt, da sie spezialisierten Insekten wie dem Linden-Sichelflügler (Sabra harpagula) oder dem Linden-Blütenspanner (Eupithecia egenaria) eine Lebensgrundlage bietet. Auch Vögel wie die Nebelkrähe (Corvus cornix) nutzen ihre ausladende Krone gern als sicheren Rückzugsort. Wenn du über ausreichend Platz verfügst, pflanzt du mit ihr einen Baum für Generationen. Achte darauf, ihr genügend Raum zur Entfaltung zu geben, damit sie ihre ökologische Wirkung voll entfalten kann.
Ein Baum für Generationen: Lebensraum für den seltenen Linden-Sichelflügler.
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Für die heimische Tierwelt ist die Winter-Linde ein unersetzliches Habitat. Als wichtige Raupenfutterpflanze dient sie dem Zweistreifigen Mondfleckspanner (Campaea margaritaria), dem Linden-Blütenspanner (Eupithecia egenaria) und dem Glattbindigen Rindenspanner (Hypomecis punctinalis). Besonders wertvoll ist sie für den Linden-Sichelflügler (Sabra harpagula). Käferarten wie der Rüsselkäfer Phyllobius arborator oder der Rindenpilzkäfer Diplocoelus fagi finden an ihr Nahrung und Schutz. Während der Blütezeit im Juni und Juli herrscht reger Betrieb durch Bestäuber. Die schweren Samen werden zwar nur über kurze Distanzen ausgebreitet, dienen aber am Boden verschiedenen Tieren als Winternahrung.
Die Winter-Linde wird in Fachdatenbanken als nicht uneingeschränkt kindersicher geführt. Dies bezieht sich primär auf die enorme Wuchshöhe von 18.78 m und die damit verbundene Gefahr durch Klettern oder herabfallendes Totholz. Es sind keine spezifischen Giftstoffe bekannt, dennoch sollte bei Unfällen oder dem Verzehr unbekannter Pflanzenteile der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
18.784 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
0.6257 µl/Blüte
Ellenberg Licht 5: Wähle einen Standort im Halbschatten (Plätze mit abwechselnd Sonne und Schatten im Tagesverlauf).
Ellenberg Feuchte 5: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; er darf weder staunass sein noch über längere Zeit völlig austrocknen.
Ellenberg Nährstoffe 5: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) genügt ihr normaler, lockerer Gartenboden.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Ellenberg 6) ist ideal für eine gesunde Entwicklung.
Pflanzzeit: Setze den Baum am besten im Herbst (Sep-Nov) oder im Frühjahr (Mär-Mai), solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Platzbedarf: Plane bei einer Endhöhe von 18.78 m einen großzügigen Standplatz ein, damit die Wurzeln und die Krone Platz haben.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei ausreichendem Raum nicht notwendig; das Belassen von Altastholz fördert die Biodiversität.
Gute Partnerin: Die Rot-Buche (Fagus sylvatica) — sie teilt ähnliche Standortansprüche und ergänzt die Linde in einem naturnahen Gehölzstreifen perfekt.
Die Winter-Linde gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich einheimisch). Sie besiedelt natürlicherweise Laubmischwälder und bevorzugt mäßig warme Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Charakteristisch ist ihre Wuchsform als stattlicher Baum, der eine exakte Höhe von 18.78 m erreicht. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, auf der Unterseite in den Nervenwinkeln bräunlich behaart und weisen die für Linden typische, herzförmige Gestalt auf.
3 Videos zu Winter-Linde



29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
27 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
21 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_15694362
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