Bild folgtKI-generierte IllustrationCarpinus betulus
Auch bekannt als: Gemeine Hainbuche, Weissbuche, Hagebuche, Weißbuche, Gewöhnliche Hainbuche, Hornbaum
95
Arten
interagieren
116
Interaktionen
dokumentiert
39
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Hainbuche an ihrem glatten, silbrig-grauen Stamm mit den markanten Längswülsten und den scharf gesägten, welligen Blättern. In deinem Garten übernimmt sie eine Schlüsselrolle für die Artenvielfalt, da sie als wichtige Kinderstube für Falter wie den Grauen Herbst-Labkrautspanner (Euphya unangulata) und den Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata) dient. Sogar die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) nutzt das dichte Laub gern als sicheres Versteck. Wenn du eine robuste, heimische Hecke suchst, die ökologisch wertvoller ist als jeder Zaun, dann ist dieser Baum die ideale Wahl für dich.
Muskulöser Waldwächter: Harte Schale für Trauermantel und Zwergfledermaus.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird die Hainbuche von Faltern wie dem C-Falter (Polygonia c-album) und dem Trauermantel (Nymphalis antiopa) aufgesucht. Von herausragender Bedeutung ist sie als Raupenfutterpflanze für die Nonne (Lymantria monacha) und den Schneeweißen Blattspanner (Jodis lactearia). Auch die Käferwelt profitiert: Der Kleiner Eichenbock (Cerambyx scopolii) und der seltene Goldgruben-Eichenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) nutzen das Holz oder das Laub. Nützlinge wie der Zehnpunkt-Marienkäfer (Adalia decempunctata) und der Sechzehnfleck-Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata) finden hier ein Jagdrevier und Unterschlupf.
Achte darauf, dass die Hainbuche laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie nicht als klassische Giftpflanze gilt, sollten Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Bäumen besteht bei genauer Betrachtung der gezackten Blätter und des wulstigen Stammes jedoch nicht.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
16.72 m
Standort: Die Hainbuche ist äußerst schattenverträglich und kommt auch an dunkleren Gartenplätzen gut zurecht.
Boden: Sie bevorzugt frische (mäßig feuchte) Standorte und zählt zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf), weshalb normaler Gartenboden völlig ausreicht.
Mykorrhiza: Der Baum lebt in einer Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM), die das Wurzelwachstum unterstützen.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Sie ist extrem schnittverträglich und kann sowohl als Formhecke als auch als freistehender Baum gepflegt werden.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt meist über die geflügelten Nüsschen im Herbst.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum). Beide teilen die Vorliebe für schattige, frische Standorte, wobei die Haselwurz als heimischer Bodendecker den Fuß der Hainbuche feucht hält.
Die Hainbuche (Carpinus betulus) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) innerhalb der Ordnung der Buchenartigen (Fagales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und prägt als indigene (ursprünglich hier heimische) Art unsere Laubmischwälder. Morphologisch auffällig ist ihre Spannrückigkeit (unregelmäßige Längswülste am Stamm), die ihr ein muskulöses Aussehen verleiht. Trotz ihres Namens ist sie botanisch enger mit der Hasel verwandt als mit der Rotbuche.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
39 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
39 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →