Bild folgtKI-generierte IllustrationDolichovespula media (Retz., 1783)
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Auffällig ist die rötliche Färbung an der Brust und die beachtliche Körperlänge der Königin von bis zu 22 Millimetern, womit sie fast an eine kleine Hornisse erinnert. Du erkennst sie zudem an ihrem kugeligen Nest, das frei in Sträuchern oder Hecken hängt und meist eine graue, wasserabweisende Oberfläche besitzt. Pro Jahr bildet diese Art nur eine Generation aus, deren Staat zum Höhepunkt im August etwa 200 bis 300 Tiere umfasst. Die Königin legt ihre Eier einzeln in die sechseckigen Waben ab, aus denen nach kurzer Zeit die Larven schlüpfen. Während die Larven als Fleischfresser mit erbeuteten Insekten wie Fliegen gefüttert werden, besuchen die erwachsenen Wespen im Sommer bevorzugt den Gewöhnlichen Bärenklau (Heracleum sphondylium) zur Nektaraufnahme. Im Herbst ist der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) eine lebenswichtige Energiequelle für die frisch geschlüpften Jungköniginnen. Diese überwintern in Kältestarre (Zustand herabgesetzter Körperaktivität) an geschützten Orten wie Totholzstapeln oder unter Baumrinde. Du kannst die Art fördern, indem du heimische Doldenblütler (Pflanzenfamilie mit schirmartigen Blütenständen) pflanzt und Hecken erst spät im Jahr vorsichtig beschneidest, um die Nester nicht zu zerstören.
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Diese Art gilt als ausgesprochen friedfertig und ist durch das Bundesnaturschutzgesetz allgemein geschützt; Nester dürfen nicht ohne vernünftigen Grund entfernt werden. Sie zeigt kein Interesse an menschlichen Speisen und ist somit kein lästiger Gast am Kaffeetisch. Wegen der rötlichen Färbung besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit der Hornisse.
Die Mittlere Wespe (Dolichovespula media) zählt zur Familie der Faltenwespen (Vespidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Waldränder sowie strukturreiche Gärten. Mit einer Größe von bis zu 22 Millimetern ist sie die größte heimische Langkopfwespe (Gattung mit deutlich sichtbarem Abstand zwischen Augenrand und Oberkiefer). Im Gegensatz zu vielen anderen Wespenarten baut sie ihre Nester niemals in dunklen Hohlräumen, sondern stets frei hängend in der Vegetation.
7 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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