Bild folgtKI-generierte IllustrationSymphoricarpos albus
Auch bekannt als: Knallerbsenstrauch, Knackbeere, Gewöhnliche Schneebeere, Schneebeere
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die namensgebenden, kugelrunden weißen Beeren, die wie kleine Schneebälle an den dünnen Zweigen hängen. Diese Pflanze ist ein unkomplizierter Gartenbewohner, der besonders im Hochsommer wertvoll wird, wenn viele andere Sträucher bereits verblüht sind. Sie dient als wichtige Futterquelle für den Hellen Erdhummel-Komplex und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch für Schmetterlinge ist sie nützlich, da ihre Blätter als Nahrung für die Raupen des Fliederspanners (Apeira syringaria) dienen. Wenn du einen robusten Strauch suchst, der wenig Arbeit macht und trotzdem Leben in den Garten bringt, ist sie eine gute Wahl.
Robuste Futterquelle für Hummeln und Falter: Die weiße Beerenpracht bis zum Frost.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze von Juni bis August eine verlässliche Anlaufstelle für den Hellen Erdhummel-Komplex und Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Der Hecken-Prachtkäfer (Agrilus cyanescens) besucht die Zweige ebenfalls regelmäßig. Besonders wertvoll ist der Strauch als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter wie den Fliederspanner (Apeira syringaria) und den Eckfleck-Blütenspanner (Eupithecia exiguata). Die Beeren bleiben oft lange hängen und dienen Vögeln im Winter als wichtige Nahrungsreserve, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind.
Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gilt die Weiße Schneebeere als ungiftig. Du kannst sie daher bedenkenlos in deinen Garten pflanzen, auch wenn Kinder oder Haustiere dort spielen. Ein entspannter Umgang mit den markanten Früchten ist somit möglich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.561 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 6: Wähle einen Standort im Halbschatten, etwa unter lichten Bäumen oder an einer Hausseite mit milder Vormittagssonne.
Feuchte 5: Halte den Boden frisch, er sollte sich also gleichmäßig leicht feucht anfühlen, ohne Staunässe zu bilden.
Nährstoffe 6: Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (Boden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt) ist völlig ausreichend.
Pflanzzeit: Setze den Strauch im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzung: Grabe ein Loch in doppelter Ballengröße und lockere die Sohle gut auf.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter zur Verjüngung durchgeführt werden.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) – beide teilen sich gerne den Halbschatten und bieten gemeinsam Sichtschutz und Vogelnahrung.
Die Weiße Schneebeere gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist botanisch ein Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart), der sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert hat. In der Natur findet man sie oft an Waldrändern oder in Gebüschen auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Der verholzte Strauch zeichnet sich durch seine breitblättrige Belaubung und die markanten weißen Früchte aus. Durch Tierverbreitung können die Samen über kurze Distanzen ausgebreitet werden.
3 Videos zu Weiße Schneebeere



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →