Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus odoratus
Auch bekannt als: Wohlriechende Wicke, Duftwicke, Edelwicke, Duft-Platterbse, Gartenwicke, Garten-Wicke, Duft-Wicke
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre leuchtenden, schmetterlingsförmigen Blüten und der betörende Duft sind ihre markantesten Erkennungszeichen. Im Naturgarten spielt sie eine wichtige Rolle als vertikale Struktur und Nektarquelle während des Hochsommers. Besonders für Schmetterlinge wie den Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) oder den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) ist sie eine wertvolle Futterpflanze. Mit ihrem Wuchs bietet sie zudem Lebensraum für spezialisierte Käferarten wie den Gestreiften Blattrandkäfer (Sitona lineatus). Wenn du sie in deinen Garten integrierst, förderst du gezielt diese Bestäuber.
Blütenpracht mit System: Nektarquelle für Zitronenfalter und Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Duftende Platterbse eine wertvolle Ressource für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) suchen die Blüten im Juli auf. Auch Bläulinge wie Polyommatus fulgens und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Neben Faltern profitieren solitäre Faltenwespen wie Ancistrocerus gazella von der Pflanze. Die Raupen der Baumwoll-Kapseleule und der Baumwoll-Sonneneule nutzen sie ebenfalls als Nahrungsgrundlage. Der Gestreifte Blattrandkäfer (Sitona lineatus) ist ein weiterer Bewohner, der die ökologische Vielfalt an dieser Pflanze unterstreicht.
Achtung: Die Duftende Platterbse ist nicht kindersicher. Ihre Samen und Pflanzenteile sind giftig und können bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen. In einem Haushalt mit kleinen Kindern oder Haustieren ist bei der Standortwahl Vorsicht geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.9 m
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Wähle einen Standort mit tiefgründigem, nährstoffreichem Boden.
Da die Art die AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze – eine Symbiose zwischen Pilz und Pflanzenwurzel) nutzt, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben.
Sorge für eine Rankhilfe, da die Pflanze aktiv klettert.
Im Juli zeigt sie ihre volle Blütenpracht, die regelmäßig kontrolliert werden sollte.
Gieße an heißen Tagen gleichmäßig, um Trockenstress zu vermeiden.
Die Vermehrung gelingt am besten über die im Spätsommer reifenden Samen.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, sollte sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern stehen.
Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich.
Gute Partnerin: Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und die Schafgarbe ergänzt als heimischer Korbblütler das Nahrungsangebot.
Die Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). In unserer Region, insbesondere in Deutschland und Österreich, gilt sie als heimisch und ist ein bewährter Gast in naturnahen Gärten. Charakteristisch sind ihre gefiederten Blätter, die in verzweigten Ranken enden, sowie die flügelartig verbreiterten Stängel. Die schmetterlingsförmigen Blüten sind ein deutliches morphologisches Merkmal (Gestaltmerkmal) dieser Gattung. Sie bevorzugt Standorte, die ausreichend Raum für ihre kletternde Wuchsform bieten.
2 Videos zu Duftende Platterbse


8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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