Bild folgtKI-generierte IllustrationElymus caninus
Auch bekannt als: Roegneria canina
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für die Hunds-Quecke (Elymus caninus) sind ihre elegant überhängenden, etwa 0,85 Meter hohen Halme und die auffallend lang begrannten Ähren, die ihr ein fast borstiges Aussehen verleihen. Im Gegensatz zur verwandten Kriechenden Quecke bildet dieses Gras keine lästigen Ausläufer, sondern wächst in kompakten Horsten. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie als wichtige Raupenfutterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie die Bacchantin (Lopinga achine) und den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient. Sie eignet sich hervorragend, um schattige Gartenbereiche ökologisch aufzuwerten. Wenn du eine robuste, heimische Grasart für den Gehölzrand suchst, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Horstbildender Schattenkünstler und wichtige Kinderstube für seltene Waldschmetterlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten und ökologischen Beobachtungen ist die Hunds-Quecke eine unverzichtbare Futterquelle für die Raupen verschiedener Edelfalter. Besonders die seltene Bacchantin (Lopinga achine) und die Berghexe (Pararge petropolitana) sind auf solche Gräser in lichten Waldbereichen angewiesen. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzt die Blätter zur Eiablage. Die Samen, die ein geringes Diasporengewicht (Ausbreitungseinheit) von etwa 3,684 mg haben, werden im Winter von Vögeln gefressen. Zudem bildet das Gras eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) aus, was die Bodengesundheit und die Nährstoffaufnahme im Garten nachhaltig verbessert.
Die Hunds-Quecke gilt laut Datenbankeintrag als nicht uneingeschränkt kindersicher. Das liegt vor allem an den rauen Blattkanten und den langen, spitzen Grannen (Borsten) an den Ähren, die bei Berührung zu kleinen Hautkratzern führen können. Die Pflanze selbst enthält jedoch keine bekannten Giftstoffe für Menschen oder Haustiere.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.847 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten, da das Gras im kühlen Schatten von Gehölzen am besten gedeiht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide Standorte, die im Sommer komplett austrocknen.
Achte auf eine gute Nährstoffversorgung (Starkzehrer), etwa durch die Zugabe von reifem Kompost bei der Pflanzung.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Setze die Pflanzen in einem Abstand von etwa 40 cm, damit sich die Horste entfalten können.
Ein Rückschnitt ist erst im späten Winter nötig, da die Halme auch im vertrockneten Zustand Struktur bieten.
Die Vermehrung erfolgt über die leichten Samen, die durch Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – sie besiedelt ähnliche frische, nährstoffreiche Waldstandorte und ergänzt das Gras optisch perfekt.
Die Hunds-Quecke gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind vor allem lichte Wälder, Gebüsche und Auwälder, wobei sie nährstoffreiche und kalkhaltige Standorte bevorzugt. Ein markantes Merkmal sind die breitblättrigen Laubblätter und die bis zu 15 Zentimeter langen Ähren, deren Einzelblüten lange, gebogene Grannen (borstenartige Fortsätze) tragen. Als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) zeigt sie oft besonders wüchsige Vorkommen auf fetten Böden.
3 Videos zu Hunds-Quecke



3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →