Bild folgtKI-generierte IllustrationEquisetum telmateia
Auch bekannt als: grande prêle
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia) durch seine fast mannshohen, elfenbeinweißen Sprossen, die an eine Miniatur-Urwelt erinnern. Er ist ein wertvoller Strukturgeber für feuchtere Gartenbereiche und bietet spezialisierten Insekten einen Rückzugsort. Nach aktuellen Beobachtungen profitieren Wildbienen wie die Bunte Blattschneiderbiene (Megachile versicolor) oder die Breitbauch-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) von seinem Vorhandensein. Auch die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) lässt sich regelmäßig in seiner Nähe blicken. Wenn du einen halbschattigen Platz mit mäßiger Feuchtigkeit hast, kannst du mit diesem archaischen Gewächs einen ganz besonderen Akzent setzen.
Urzeit-Riese für den Garten: Ein beeindruckender Lebensraum für Wildbienen.
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Obwohl der Riesen-Schachtelhalm keinen klassischen Nektar bietet, ist er ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen verschiedene Wildbienen wie die Gemeine Blattschneiderbiene (Megachile centuncularis) und die Langhornbiene (Eucera longicornis) die Bestände als Lebensraum. Auch die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Die dichten Bestände schaffen ein stabiles Mikroklima (kleinräumiges Klima innerhalb des Pflanzenbestandes), das vielen wirbellosen Tieren als Schutzraum dient. Damit förderst du die natürliche Vielfalt in deinem Garten auf eine Weise, die über die reine Futterbereitstellung hinausgeht.
Der Riesen-Schachtelhalm ist nicht kindersicher und gilt als schwach giftig. Er enthält Kieselsäure und das Enzym Thiaminase, was bei Verzehr für Menschen und Haustiere problematisch sein kann. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre), der jedoch deutlich kleiner bleibt und durchgehend grüne Triebe besitzt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Photosynthetischer Spross
Pflanzenhöhe
1.17 m
Wähle für den Riesen-Schachtelhalm einen Platz im Halbschatten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was einer normalen Bodenfeuchte entspricht, die nie ganz austrocknet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt er keine zusätzlichen Düngergaben in normalem Gartenboden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Gib ihm ausreichend Platz, da er sich über seine Ausläufer gern ausbreitet.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch das Teilen des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Ein Rückschnitt der abgestorbenen Pflanzenteile sollte erst im Spätwinter erfolgen, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris). Beide Arten schätzen feuchte Standorte und die leuchtend gelben Blüten der Dotterblume bilden einen schönen Kontrast zu den hellen Schachtelhalm-Trieben.
Der Riesen-Schachtelhalm gehört zur Familie der Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt vor allem Sickerquellen und lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden. Du erkennst ihn an den zwei verschiedenen Triebformen: Im zeitigen Frühjahr erscheinen die blassen Sporentriebe, gefolgt von den bis zu zwei Meter hohen, grünen Sommertrieben mit ihren quirlständigen Seitenästen. Da er eine Sporenpflanze ist, bildet er keine Blüten im herkömmlichen Sinne aus, sondern vermehrt sich über Sporen und kräftige Rhizome (unterirdische Ausläufer).
2 Videos zu Riesen-Schachtelhalm


5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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