Bild folgtKI-generierte IllustrationMegachile versicolor Smith, 1844
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Du erkennst die Bunte Blattschneiderbiene an ihrem kompakten, hummelähnlichen Körperbau und dem Verhalten, mit ihren kräftigen Kiefern kreisrunde Stücke aus Laubblättern zu schneiden. Diese solitäre (einzeln lebende) Biene bringt pro Jahr eine Generation hervor. In Deinem Garten legt das Weibchen seine Eier in bereits vorhandene Hohlräume, wie Fraßgänge in Totholz oder hohle Pflanzenstängel, ab. Im Frühsommer ab Mai besucht sie für Nektar und Pollen bevorzugt den Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) und den Braunen Storchschnabel (Geranium phaeum). Im Hochsommer findest Du sie an der Korn-Flockenblume (Centaurea cyanus) und der Nickenden Distel (Carduus nutans). Die Larve ernährt sich von einem Pollen-Nektar-Vorrat, den die Mutter in einer mit Blattstücken tapezierten Nestzelle anlegt. Das Tier überwintert als Ruhelarve in seinem Kokon geschützt innerhalb der Neströhre. Du kannst sie aktiv fördern, indem Du markhaltige Stängel stehen lässt und heimische Pflanzen wie das Große Flohkraut (Pulicaria dysenterica) anbietest.
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Die Bunte Blattschneiderbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gast in Deinem Garten. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz. Da sie nicht aggressiv ist, kannst Du ihre Beobachtung am Nest oder an Blüten gefahrlos genießen.
Die Bunte Blattschneiderbiene (Megachile versicolor) gehört zur Familie der Megachilidae (Bauchsammlerbienen), die den Pollen an einer Bürste an der Unterseite ihres Hinterleibs transportieren. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt verschiedene Lebensräume von Waldrändern bis hin zu naturnahen Gärten. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 12 Millimetern ähnelt sie der bekannteren Honigbiene, wirkt jedoch gedrungener. Die Art ist für ihre Spezialisierung bekannt, Nestkammern aus präzise geschnittenen Blattstücken zu fertigen.
60 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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