Bild folgtKI-generierte IllustrationErebia meolans von Prunner, 1798
14
Pflanzen
besucht
69
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtspflanzen
bekannt
An den markanten, orangefarbenen Binden auf den dunkelbraunen Flügeln, in denen sich kleine, weiß gekernte Augenflecken befinden, lässt sich der Gelbbindige Mohrenfalter (Erebia meolans) sofort erkennen. Er bringt pro Jahr eine einzige Generation hervor, die im Hochsommer durch deinen Garten segelt. Die Raupen schlüpfen aus den im Sommer abgelegten Eiern und ernähren sich von Gräsern wie dem Borstgras (Nardus stricta) oder dem Schaf-Schwingel (Festuca ovina). Während der Falter von Juni bis August aktiv ist, besucht er zur Nektaraufnahme gerne die Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida) oder den Rot-Klee (Trifolium pratense). Auch die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) und die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) dienen ihm als wichtige Kraftquellen. Die Überwinterung erfolgt als junge Raupe, die sich bei niedrigen Temperaturen in eine Kältestarre (Zustand verlangsamten Stoffwechsels) in Bodennähe zurückzieht. Du kannst diesen Schmetterling fördern, indem du magere Grasstellen im Garten nicht mähst und heimische Wildblumen stehen lässt. So bietest du sowohl dem Falter als auch den Raupen den nötigen Lebensraum und Schutz für ihre Entwicklung.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Gelbbindige Mohrenfalter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher; er sticht und beißt nicht. Da er als heimische Art im Rahmen der Biodiversität wertvoll ist, solltest du ihn lediglich beobachten und nicht anfassen oder umsiedeln. Sein Vorkommen zeigt dir, dass dein Garten eine hohe ökologische Qualität mit wichtigen Futtergräsern besitzt.
Dieser Tagfalter gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist in den Bergregionen sowie kühleren Lagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er bevorzugt sonnige, eher karge Hänge und Waldränder mit mageren Grasbeständen. Mit einer Flügelspannweite von etwa 35 bis 45 Millimetern gehört er zu den mittelgroßen Vertretern der Gattung Erebia. Charakteristisch ist die namensgebende gelb-orange Binde, die sich deutlich vom dunklen Flügelgrund abhebt und ihn für aufmerksame Beobachter von anderen Mohrenfaltern unterscheidbar macht.
12 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →