Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia nicaeensis
Auch bekannt als: Nizza-Wolfsmilch
15
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Nizza-Wolfsmilch (Euphorbia nicaeensis) an ihren auffällig blaugrünen, fast fleischigen Blättern und den leuchtend gelbgrünen Blütenständen, die über dem Laub thronen. Wer einen extrem trockenen Gartenstandort ökologisch aufwerten möchte, findet in dieser Art eine robuste Verbündete für die heißen Sommermonate. Durch ihre späte Blütezeit bis in den August hinein schließt sie Versorgungslücken in kargen Gartenbereichen. Wenn du sonnige Stein- oder Kiesbeete hast, wird dich diese ausdauernde Staude durch ihre Genügsamkeit begeistern.
Blaugrüner Überlebenskünstler für heiße Kalkstandorte von Mai bis August.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten spielt die Nizza-Wolfsmilch eine wichtige Rolle als Strukturgeber in Trockenbiotopen. Ihre Blütezeit von Mai bis August macht sie zu einer verlässlichen Nahrungsquelle, wenn viele andere Frühlingsblüher bereits verblüht sind. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, ist sie als Generalistin für Bestäuber einzustufen, die offene Blütenstrukturen bevorzugen. In Steingärten bietet sie zudem Deckung für wärmeliebende Kleintiere. Die Samenreife im Hochsommer bereichert das Nahrungsangebot für bodenlebende Insekten in ansonsten kargen Gartenabschnitten.
Achtung: Die Nizza-Wolfsmilch ist nicht kindersicher und in allen Teilen giftig. Der enthaltene Milchsaft kann bei Kontakt starke Hautirritationen verursachen, weshalb du bei Pflegearbeiten unbedingt Handschuhe tragen solltest.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Die Nizza-Wolfsmilch ist eine Spezialistin für Extremstandorte und sollte daher gezielt platziert werden:
Standort: Wähle einen Platz in voller Sonne (Ellenberg Lichtwert 9), da die Pflanze keinen Schatten verträgt.
Boden: Der Untergrund muss sehr trocken (Ellenberg Feuchte 2) und kalkreich (Ellenberg pH-Wert 8) sein.
Nährstoffe: Ein magerer, stickstoffarmer Boden (Ellenberg Stickstoffwert 2) sorgt für einen kompakten, gesunden Wuchs.
Pflanzzeit: Setze die Staude idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgeblühten Triebe erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, um das Herz der Pflanze im Winter zu schützen.
Vermehrung: Sie lässt sich gut durch Aussaat oder vorsichtige Teilung des Wurzelstocks vermehren.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist der Echte Gamander (Teucrium chamaedrys) – beide Arten teilen die Vorliebe für trockene Kalkböden und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend.
Die Nizza-Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeerraum bis nach Österreich, wo sie auf sonnigen Steppenheiden vorkommt. Charakteristisch ist der aufrechte Wuchs mit verholzender Basis und der typische weiße Milchsaft in den Stängeln. Die Pflanze ist perfekt an xerotherme Standorte (warme, trockene Magerwiesen) angepasst und überdauert selbst lange Hitzeperioden problemlos.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →