Bild folgtKI-generierte IllustrationColletes similis Schenck, 1853
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Du erkennst die Rainfarn-Seidenbiene an ihren markanten, hellen Haarbinden auf dem dunklen Hinterleib und ihrem emsigen Flug an Korbblütlern. Diese Wildbiene bringt eine Generation pro Jahr hervor und legt ihre Eier in selbst gegrabenen Erdgängen ab, deren Wände sie mit einem seidig glänzenden Sekret auskleidet. Im späten Frühjahr, etwa ab Mai, besucht sie zur Stärkung die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) oder die Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea). Den Hochsommer verbringt sie mit dem Sammeln von Pollen an Rainfarn (Tanacetum vulgare), der Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) oder der Gelben Resede (Reseda lutea). Die Larve ernährt sich im Nest von einem sorgsam eingetragenen Vorrat aus Pollen und Nektar. Das Tier überwintert als Ruhelarve oder Puppe gut geschützt tief im Erdboden vor Frost und Nässe. Du kannst diese Art fördern, indem du offene Bodenstellen als Nistplätze bewahrst und heimische Pflanzen wie das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) oder das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) in deinem Garten pflanzt.
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Die Rainfarn-Seidenbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und sollte in ihrem Lebensraum nicht gestört werden. Sie ist friedfertig und verfügt über einen so schwachen Stachel, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann.
Die Rainfarn-Seidenbiene gehört zur Familie der Seidenbienen (Colletidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt sandige oder lehmige Standorte. Die Art lebt solitär (einzeln lebend) und ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert), wobei sie sich fast ausschließlich an Korbblütlern (Asteraceae) orientiert. Mit einer Körperlänge von 9 bis 12 Millimetern ist sie für aufmerksame Beobachter im Garten gut an ihrem spezialisierten Blütenbesuch erkennbar.
40 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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