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Euphrasia picta
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Auch bekannt als: Euphrasia picta
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Bunten Augentrost (Euphrasia picta) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zarten, weißen bis violetten Lippenblüten mit dem leuchtend gelben Schlundfleck wirken wie kleine, wache Augen. Als Halbschmarotzer (entzieht Nachbarpflanzen Wasser und Nährstoffe) spielt er eine Schlüsselrolle für die Artenvielfalt, da er dominante Gräser bremst. Davon profitieren spezialisierte Falter wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina). Wenn du eine magere Wiese oder einen Steingarten hast, ist dieser zierliche Überlebenskünstler eine wunderbare Bereicherung für dich.
Kleiner Wiesenwächter: Er bremst Gräser und hilft seltenen Scheckenfaltern.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Bunte Augentrost eine lebenswichtige Nektarquelle für spezialisierte Scheckenfalter. Besonders der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) fliegen die Blüten gezielt an. Durch seine Lebensweise als Halbschmarotzer reduziert er die Konkurrenzkraft von Gräsern. Dies schafft Lücken in der Vegetation, in denen andere heimische Wildkräuter keimen können, was die gesamte botanische Vielfalt in deinem Garten fördert.
Der Bunte Augentrost wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er zu einer Familie gehört, die oft bioaktive Inhaltsstoffe enthält, sollte er nicht verzehrt werden. Bei Unfällen oder Vergiftungsverdacht kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Der Bunte Augentrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Er ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt neutrale bis schwach saure Bergwiesen. Botanisch interessant ist sein Dasein als Halbschmarotzer: Mit Saugorganen an den Wurzeln zapft er Gräser an, betreibt aber dennoch selbst Photosynthese (Energiegewinnung durch Licht). Die Art ist an kühl-alpine Klimate angepasst und gilt als typischer Bewohner von Magerwiesen.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•pollinator_interactions
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.