Bild folgtKI-generierte IllustrationPhaseolus coccineus
Auch bekannt als: Schminkbohne, Arabische Bohne, Prunkbohne, Gigantes, Käferbohne, Käferbohnen, Türkische Bohne, Blumenbohne
12
Arten
interagieren
23
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Feuerbohne (Phaseolus coccineus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren leuchtend scharlachroten Blütenständen und dem kräftigen Kletterwuchs ist sie ein markanter Blickfang in jedem Naturgarten. Diese Pflanze ist ein wahres Kraftpaket, das innerhalb einer Saison eine beachtliche Höhe erreicht und dabei wertvollen vertikalen Lebensraum schafft. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) profitieren von ihrem reichen Nektarangebot. Wenn du eine dekorative Sichtschutzlösung suchst, die gleichzeitig ein wichtiger Trittstein für die heimische Insektenwelt ist, machst du mit ihr alles richtig.
Rote Blütenpracht auf 3,5 Metern: Die Tankstelle für die Blaue Holzbiene.
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Die Feuerbohne ist eine exzellente Nektarquelle für Insekten mit langem Rüssel oder kräftigem Körperbau. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie intensiv von der Blauen Holzbiene (Xylocopa violacea) und der Honigbiene (Apis mellifera) besucht. Auch Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Bläulingsarten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae finden hier Nahrung. Da die Pflanze bis zu 3,5 m hoch klettert, bietet sie in den Sommermonaten wichtigen Schutz und Lebensraum in der vertikalen Ebene. Die schweren Samen dienen nach der Reife verschiedenen Kleinsäugern als energiereiche Nahrung.
Achtung: Die Feuerbohne ist giftig. Die unreifen Früchte und Blätter enthalten im rohen Zustand giftige Eiweißverbindungen (Phasin), die zu schweren Vergiftungserscheinungen führen können. Erst durch vollständiges Kochen werden diese Stoffe zerstört. Für Kinder und Haustiere besteht Gefahr durch Einnahme; kontaktiere im Notfall den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.5 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
5.8033 µl/Blüte
Pollen
0.8 mg/Blüte
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 5); dort fühlt sie sich am wohlsten.
Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden (Ellenberg Feuchte 5), der nicht vollständig austrocknet.
Der Boden sollte idealerweise kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg Reaktion 8).
Da sie ein Mittelzehrer ist (Ellenberg Nährstoffe 5), reicht eine normale Garten- oder Komposterde ohne übermäßige Düngung aus.
Pflanze die Bohnen ab Mitte Mai nach den letzten Frösten direkt ins Freiland.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 cm ein und gib ihr eine stabile Kletterhilfe.
Die Pflanze erreicht genau 3,5 m Wuchshöhe; plane entsprechend hohe Rankgerüste ein.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und bildet mit ihren blauen Blüten einen herrlichen Kontrast.
Die Feuerbohne gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als etablierte Kultur- und Wildpflanze weit verbreitet. In der Natur findet man sie oft an mäßig warmen Standorten auf kalkhaltigen Böden. Als nicht verholzende Kletterpflanze zeichnet sie sich durch ihre breitblättrigen, dreizähligen Blätter und ihre typischen Schmetterlingsblüten aus. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln, wodurch sie Stickstoff im Boden anreichern kann.
1 Video zu Feuerbohne

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →