Bild folgtKI-generierte IllustrationFoeniculum vulgare subsp. vulgare
Auch bekannt als: Foeniculum vulgare subsp. vulgare
35
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst Fenchel an seinem feingliedrigen, fast haarähnlichen Laub und dem unverkennbaren Duft nach Anis. Mit seiner stattlichen Erscheinung ist er ein echtes Highlight für deinen Naturgarten, da er als eine der wichtigsten Futterpflanzen für die Raupen des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) dient. Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) schätzen das reiche Angebot der gelben Doldenblüten sehr. Wenn du diese Pflanze bei dir ansiedelst, schaffst du ein wertvolles Trittsteinbiotop für bedrohte Insektenarten. Schau doch mal genauer hin, ob du die prächtigen grün-schwarz gestreiften Raupen an den Stängeln entdecken kannst.
Die stolze 1,43 m hohe Tankstelle für Schwalbenschwanz und Schwebfliegen.
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Fenchel ist ein wahrer Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung als Kinderstube für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie weitere Schmetterlingsarten wie Papilio alexanor und Papilio hospiton. Für Schwebfliegen wie die Späte Gelbrand-Schwebfliege (Eupeodes corollae) oder die Breitband-Schwebfliege (Eupeodes latifasciatus) bietet die offene Blütenform leicht zugängliche Nahrung. Die leichten Samen mit einem Gewicht von etwa 3,63 mg werden über den Wind verbreitet und bieten im Spätherbst eine kleine Energiereserve für Vögel. Durch die Mykorrhiza-Symbiose (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) fördert die Pflanze zudem die Bodengesundheit in deinem Garten.
Fenchel gilt zwar als Heil- und Gewürzpflanze, wird in der Datenbank jedoch als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum) für Laien. In sehr großen Mengen können zudem die konzentrierten ätherischen Öle bei Kleinkindern empfindlich reagieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.425 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit die Pflanze ihre ätherischen Öle optimal entwickeln kann.
Boden: Fenchel ist ein Starkzehrer (nährstoffbedürftig), arbeite daher vor der Pflanzung reichlich Kompost in die Erde ein.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte eher trocken sein (Feuchtezahl 3), Staunässe musst du unbedingt vermeiden.
Bodenbeschaffenheit: Ideal ist ein kalkhaltiger/basischer Boden (Reaktionszahl 8).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr zwischen April und Mai oder im Herbst in die Erde.
Wuchsraum: Beachte bei der Planung die Endhöhe von 1,43 m und lasse ausreichend Abstand zu Nachbarpflanzen.
Winterpflege: Lass die hohlen Stängel über den Winter stehen, da sie als Quartier für Insekten dienen.
Partnerwahl: Die Wilde Möhre (Daucus carota) ist eine hervorragende Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Boden und Sonne hat und die ökologische Funktion als Raupenfutter ergänzt.
Der Fenchel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Brachflächen oder Schuttplätze) und warme Wegränder. Die krautige Pflanze erreicht eine präzise Wuchshöhe von 1,43 m und bildet breite, mehrfach gefiederte Blätter aus. Die Blütenform ist eine Doppeldolde, bei der viele kleine Einzelblüten eine schirmartige Gesamtblüte bilden, was typisch für diese Pflanzengruppe ist.
2 Videos zu Fenchel


35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →