Bild folgtKI-generierte IllustrationFoeniculum vulgare var. dulce
Auch bekannt als: Foeniculum vulgare var. dulce
35
Arten
interagieren
52
Interaktionen
dokumentiert
Wer Gewürzfenchel (Foeniculum vulgare var. dulce) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen fadenfeinen, blaugrünen Blättern und den hoch aufragenden, gelben Doppeldolden (verzweigte Blütenstände) prägt er das Gartenbild. In einem ökologisch geführten Garten ist er unverzichtbar, da er als eine der wichtigsten Nahrungspflanzen für die Raupen des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) dient. Auch spezialisierte Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) finden hier reichlich Nahrung. Wenn du diese Pflanze bei dir ansiedelst, holst du dir einen echten Magneten für die heimische Insektenwelt in den Garten. Du wirst staunen, wie viel Leben sich an den filigranen Stängeln tummelt.
Die Wiege des Schwalbenschwanzes: Ein duftender Magnet für Schwebfliegen und Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Gewürzfenchel eine herausragende Futterquelle für Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae). Besonders wertvoll ist er für Ritterfalter: Er dient als Raupenfutter für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie für Papilio alexanor und Papilio hospiton. Die offenen Doldenblüten sind für viele Insekten leicht zugänglich. Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände eine wichtige Energiequelle für heimische Vögel. Durch die AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) fördert die Pflanze zudem die biologische Aktivität und Gesundheit deines Gartenbodens.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.43 m
Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort in deinem Garten aus.
Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanze den Fenchel idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden zum Pflanzzeitpunkt offen und frostfrei ist.
Da die Pflanze recht groß wird, plane ausreichend Platz zu den Nachbarpflanzen ein.
Im Frühjahr solltest du die abgestorbenen Stängel des Vorjahres bis kurz über dem Boden zurückschneiden.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen im Spätsommer.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche an sonnigen Plätzen und ergänzen sich hervorragend in ihren Blühzeiten für Bestäuber.
Der Gewürzfenchel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und zur Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales). Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, ist er heute in den warmen Lagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz fest etabliert. Er wächst als mehrjährige, krautige Pflanze und erreicht oft eine stattliche Höhe von bis zu zwei Metern. Charakteristisch ist sein intensiver Anisgeruch, der bei Berührung der Blätter verströmt wird. Im Boden geht er eine AM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein.
35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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