Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium palustre
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Schon von weitem fällt der Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre) durch seine purpurroten Blüten auf, die oft eine feine, dunklere Aderung aufweisen. Mit seinen weit ausladenden, fast kriechenden Stängeln erobert er gerne feuchte Gartenbereiche und wirkt dabei herrlich naturnah. Für deinen Naturgarten ist er ein echter Gewinn, da er im Hochsommer eine wichtige Brücke im Nahrungsangebot bildet. Besonders Schmetterlinge wie der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) oder der Rapsweißling (Pieris napi) steuern die Blüten regelmäßig an. Wenn du einen eher feuchten Platz hast, machst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art alles richtig. Du schaffst damit einen wertvollen Lebensraum, der kaum Pflege benötigt.
Farbenfroher Sommerretter: Die Nektartankstelle für den Mädesüß-Perlmutterfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Sumpf-Storchschnabel eine wichtige Tankstelle für diverse Falterarten. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino). Auch spezialisierte Insekten wie der Schwertlilienrüßler (Mononychus punctum-album) nutzen die Pflanze als Lebensraum. Durch die AM-Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) ist die Pflanze gut im Bodennetzwerk integriert und trägt zur Bodengesundheit bei. Da sie im Juli und August blüht, füllt sie eine Lücke, wenn viele andere Frühlingsblüher bereits verblüht sind. Die Samen dienen zudem als Nahrungsgrundlage für verschiedene Kleinsäuger und Vögel in der herbstlichen Landschaft.
Der Sumpf-Storchschnabel wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Das bedeutet, dass beim Verzehr von Pflanzenteilen Unverträglichkeiten auftreten können, weshalb du in Gärten mit kleinen Kindern etwas achtsam sein solltest. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht im Gartenraum kaum, sofern man auf die charakteristische Blütenform und die storchschnabelartigen Früchte achtet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.52 m
Wähle für den Sumpf-Storchschnabel einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte idealerweise frisch (mäßig feucht) bis feucht sein, da die Pflanze Trockenheit nicht gut verträgt.
Achte auf einen nährstoffreichen Boden, da es sich um einen Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) handelt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte den Boden gerade in den ersten Wochen nach der Pflanzung gleichmäßig feucht.
Da die Pflanze gerne an anderen Gewächsen emporsteigt, darf sie ruhig etwas dichter stehen.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Selbstaussaat kontrollieren.
Gute Partnerin: Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in einer naturnahen Uferbepflanzung.
Der Sumpf-Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Er besiedelt natürlicherweise Feuchtwiesen, Grabenränder und lichte Auenwälder von Deutschland bis in die Schweiz. Charakteristisch sind die tief handförmig geteilten Blätter und die typische Fruchtform, die an den Schnabel eines Storches erinnert. Als ausdauernde, krautige Pflanze erreicht er Wuchshöhen zwischen 30 und 80 Zentimetern und ist an feuchte, nährstoffreiche Standorte angepasst.
3 Videos zu Sumpf-Storchschnabel



19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →