Bild folgtKI-generierte IllustrationGlobularia bisnagarica
Auch bekannt als: Globularia bisnagarica
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren stahlblauen, perfekt runden Blütenköpfchen lässt sich die Gewöhnliche Kugelblume (Globularia bisnagarica) sofort erkennen. In deinem Garten ist diese seltene Schönheit ein echtes Zeichen für den Artenschutz, da sie auf der Roten Liste steht. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) finden hier eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Da sie trockene Standorte liebt, ist sie zudem extrem pflegeleicht. Wenn du ein sonniges Eckchen mit magerem Boden hast, ist sie die perfekte Wahl für dich.
Blaues Wunder für Trockenkünstler: Ein seltener Rettungsanker für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Pflanze ein Magnet für spezialisierte Falter. Schmetterlinge wie der Feuerscheckenfalter (Melitaea didyma) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) suchen sie regelmäßig auf. Auch der Ameisenbläuling und die imposante Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) schätzen das Nektarangebot der dichten Blütenköpfe. Weitere Besucher sind der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie seltene Arten wie Melitaea diamina. Durch ihren Status auf der Roten Liste (Stufe 3: Gefährdet) hat jede Ansiedlung in deinem Garten einen direkten Wert für den regionalen Erhalt dieser Artenvielfalt.
Die Gewöhnliche Kugelblume ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Da sie jedoch keine Ähnlichkeit mit typischen Nutzpflanzen hat, ist die Verwechslungsgefahr gering. In Gärten mit kleinen Kindern empfiehlt sich ein Standort im hinteren Bereich des Beetes, um einen versehentlichen Verzehr zu verhindern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte trocken (Ellenberg Feuchte: Trocken) und sehr mager sein, also kaum Nährstoffe enthalten.
Da sie ein Schwachzehrer ist, darfst du sie auf keinen Fall düngen.
Die Pflanze geht eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ein, was ihr beim Überleben auf kargen Böden hilft.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden gut durchlässig ist; Staunässe verträgt sie gar nicht.
Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lass die verblühten Köpfe als Winterschmuck stehen.
Vermehrung erfolgt meist über Selbstaussaat an offenen Bodenstellen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide lieben kalkreiche, trockene Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Gewöhnliche Kugelblume gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Sie ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch war) und besiedelt vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Charakteristisch ist ihr polsterartiger Wuchs mit einer bodennahen Blattrosette. Die markanten Kugelblüten bestehen aus vielen winzigen Einzelblüten, die gemeinsam eine blau-violette Einheit bilden.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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