Bild folgtKI-generierte IllustrationAmmi majus
Auch bekannt als: Bischofskraut, Großes Ammei
20
Arten
interagieren
39
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den filigranen, weißen Blütenschirmen, die wie feinste Spitze über dem Laub schweben, lässt sich die Große Knorpelmöhre (Ammi majus) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist sie ein wertvoller Magnet für Insekten, wobei besonders der prachtvolle Schwalbenschwanz (Papilio machaon) von ihrem Nektarangebot profitiert. Auch nützliche Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) finden hier reichlich Nahrung. Diese Pflanze verbindet eine zarte, luftige Optik mit einem hohen ökologischen Nutzen. Wenn du eine pflegeleichte Ergänzung für sonnige Standorte suchst, ist diese Wildpflanze genau richtig für dich.
Filigraner Insektenmagnet: Die 48 cm hohe Tankstelle für den Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie für Papilio alexanor und Papilio hospiton. Unter den Schwebfliegen besuchen Arten wie die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) regelmäßig die Blüten. Auch Käfer wie der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) und der Veränderliche Marienkäfer (Hippodamia variegata) nutzen die Dolden aktiv. Da die Samen nur 0,5487 mg wiegen, werden sie leicht vom Wind verbreitet und bieten im Winter kleinen Vögeln eine zusätzliche Energiequelle.
Die Große Knorpelmöhre gilt als nicht kindersicher, weshalb im Familiengarten Vorsicht geboten ist. Der Pflanzensaft kann bei Berührung in Kombination mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen (Hautreizungen) hervorrufen. Bei versehentlichem Verzehr oder starken Hautreaktionen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte darauf, sie nicht mit giftigen Wildkräutern aus derselben Familie zu verwechseln.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.483 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Besonnung am Tag.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht, aber gut durchlässig ohne Staunässe sein.
Ellenberg Nährstoffe 7: Als Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze) benötigt sie einen sehr nährstoffreichen, humosen Boden.
Ellenberg Reaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund; saure Böden sollten bei Bedarf gekalkt werden.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,48 m passt sie hervorragend in den mittleren Bereich von Blumenrabatten.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst in den frostfreien Boden.
Vermehrung: Lasse die verblühten Dolden stehen, damit sich die leichten Samen durch den Wind im Garten verteilen können.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) – sie hat ähnliche Ansprüche an Kalk und Sonne und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber perfekt.
Die Große Knorpelmöhre gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als wärmeliebende Art bevorzugt sie kalkhaltige Standorte und besiedelt natürlicherweise sonnige Saumgesellschaften (Übergangsbereiche zwischen verschiedenen Lebensräumen). Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 0,48 m und zeichnet sich durch breitblättriges Laub aus. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,5487 mg sehr leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht.
2 Videos zu Große Knorpelmöhre


16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →