Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum calycinum
Auch bekannt als: Immergrünes Johanniskraut
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Arten
interagieren
18
Interaktionen
dokumentiert
An den auffallend großen, goldgelben Schalenblüten mit den büschelig herausragenden Staubblättern lässt sich das Großkelchige Johanniskraut (Hypericum calycinum) sofort erkennen. Dieser niedrige Strauch ist ein wertvoller Bodendecker für halbschattige Gartenbereiche, der mit seiner Leuchtkraft Licht ins Dunkel bringt. Besonders Bestäuber wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) oder die Honigbiene (Apis mellifera) schätzen das reiche Pollenangebot im Hochsommer sehr. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.31 m bildet es dichte Teppiche, die den Boden vor Austrocknung schützen. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch an schwierigen Plätzen unter Bäumen Farbe zeigt, ist dieser Zwergstrauch die ideale Wahl für dich.
Goldgelber Bodendecker: Die 0.31 m hohe Pollentankstelle für Waldhummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Großkelchige Johanniskraut eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hummelarten. Besonders die Waldhummel (Bombus sylvarum), die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Westliche Kuckuckshummel (Psithyrus vestalis) lassen sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) profitiert stark vom Pollenangebot. Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) nutzen die Pflanze ebenfalls als Nektarstation. Die Ausbreitung erfolgt effizient über den Wind, da die Samen mit nur 0.4481 mg ein sehr leichtes Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) aufweisen, was eine Fernausbreitung ermöglicht.
Bitte beachte, dass das Großkelchige Johanniskraut nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher ein vorsichtiger Umgang ratsam. Sollte es zu Unfällen oder Verschlucken kommen, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ansonsten ist die Pflanze ein problemloser und schöner Gartenbewohner.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.31 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 5), da die Pflanze dort am vitalsten bleibt.
Der Boden sollte stets feucht gehalten werden (Feuchtezahl 7), Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Als Mittelzehrer benötigt das Johanniskraut eine mäßige Nährstoffversorgung in neutraler bis schwach saurer Erde.
Da die Art wärmeliebend ist, empfiehlt sich ein eher geschützter Platz im Garten.
Pflanzzeit: Setze die Sträucher entweder im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Achte bei der Planung auf die Endhöhe von 0.31 m und setze etwa 5 bis 7 Pflanzen pro Quadratmeter für einen dichten Teppich.
Ein leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert die Verzweigung und den Blütenreichtum.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Böden und bietet eine ökologisch wertvolle Ergänzung.
Das Großkelchige Johanniskraut (Hypericum calycinum) gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae). Es ist in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt feuchte, wärmebegünstigte Standorte. Als Zwergstrauch ist die Pflanze im unteren Bereich verholzt und trägt breitblättriges Laub, das eine Blattfläche von 1641.0 mm² erreicht. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →