Bild folgtKI-generierte IllustrationHelleborus niger
Auch bekannt als: Weihnachtsrose, Christrose, Schneerose
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Arten
interagieren
59
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die großen, schalenförmigen weißen Blüten, die sich oft schon im tiefsten Winter durch den Schnee schieben. Mit der Schwarzen Nieswurz (Helleborus niger) holst du dir einen der frühesten Nektarspender in den Garten, der besonders für frühfliegende Insekten wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) lebenswichtig ist. In Zeiten, in denen kaum etwas blüht, bietet sie eine verlässliche erste Mahlzeit. Da sie in der Natur gefährdet ist (Rote Liste 3), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Du wirst sehen, wie dankbar die ersten Honigbienen (Apis mellifera) dieses seltene Angebot annehmen.
Überlebenshilfe im Winter: Kostbarer Nektar für die Gehörnte Mauerbiene.
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Durch die Blütezeit von Dezember bis März schließt die Pflanze eine kritische Versorgungslücke im Vorfrühling. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine Hauptnahrungsquelle für die Honigbiene (Apis mellifera) und die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) bei ihren ersten Ausflügen. Auch für räuberische Insekten ist sie ein wichtiger Lebensraum; so nutzt etwa die Listspinne (Pisaura mirabilis) die Struktur der Pflanze. Da sie bereits blüht, wenn der Boden oft noch gefroren ist, bietet sie Nektar und Pollen zu einem Zeitpunkt, an dem fast keine anderen heimischen Alternativen zur Verfügung stehen.
Die Schwarze Nieswurz ist in allen Pflanzenteilen stark giftig und daher nicht kindersicher. Da bereits der Hautkontakt mit dem Pflanzsaft Reizungen auslösen kann, solltest du beim Pflanzen oder bei Pflegearbeiten immer Handschuhe tragen. Achte besonders darauf, dass keine Pflanzenteile von Haustieren verzehrt werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jan – Mär
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Standort: Wähle einen schattigen Platz, idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch vermeiden.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem, humosem Gartenboden gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze sie zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie empfindlich auf Umpflanzen reagiert, solltest du ihr einen dauerhaften Platz geben.
Vermehrung: An zusagenden Stellen versamt sie sich von selbst, was die natürliche Ausbreitung im Garten fördert.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist das Leberblümchen (Hepatica nobilis).
Ökologische Begründung: Beide Arten sind kalkliebend, teilen sich den Lebensraum im lichten Schatten und blühen zeitnah nacheinander, was die Nahrungskontinuität für Bestäuber sichert.
Die Schwarze Nieswurz (Helleborus niger) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als indigene (einheimische) Art vor allem in den kalkreichen Alpenregionen verbreitet. Sie wächst dort bevorzugt in lichten Wäldern und auf buschigen Hängen. Als ausdauernde Staude ist sie wintergrün, wobei sich ihr Name nicht auf die Blüten, sondern auf das schwarze Rhizom (den waagerecht verlaufenden Wurzelstock) bezieht.
3 Videos zu Schwarze Nieswurz



9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →