Bild folgtKI-generierte IllustrationHeracleum austriacum subsp. austriacum
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Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Österreichische Bärenklau durch seine weißen, flachen Doldenblüten auf, die wie kleine Schirme über dem Laub schweben. Mit seinen breitblättrigen, tiefgrünen Rosetten ist er eine charakteristische Erscheinung für Gärten in kühleren Lagen oder Gebirgsregionen. Als heimischer Doldenblütler ist er eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten wie die Berg-Hummel (Bombus montanus) oder die Sandhummel (Bombus veteranus). Da die Pflanze eher klein bleibt, eignet sie sich hervorragend für Gartenbereiche, in denen Du alpine Vielfalt auf engem Raum fördern möchtest. Wenn Du einen kalkreichen Boden hast, wirst Du mit dieser Art viel Freude an echter Naturbeobachtung haben.
Alpine Eleganz auf 19 Zentimetern: Ein kalkliebender Magnet für seltene Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Doldenblütler ein wichtiger Anlaufpunkt für Wildbienen und Hummeln. Besonders die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die Berg-Hummel (Bombus montanus) nutzen das zugängliche Nektarangebot der flachen Dolden. Auch die Weißbeinige Schmalbiene (Lasioglossum albipes) und die Sandhummel (Bombus veteranus) lassen sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Als Parasitoid findet sich zudem die Durchscheinende Blutbiene (Sphecodes pellucidus) ein. Durch die kompakte Wuchshöhe von 0,19 m bietet die Pflanze bodennahen Schutz für Kleinstlebewesen in kalkreichen Steingärten oder alpinen Beeten.
Die Pflanze enthält Furanocumarine und ist giftig. Bei Hautkontakt in Kombination mit Sonnenlicht kann es zu einer Phytophotodermatose (schmerzhafte Hautentzündung mit Blasenbildung) kommen; dies betrifft alle Pflanzenteile. Sie ist daher nicht kindersicher. Im Falle eines Kontakts meide die Sonne und kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.194 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Licht 5), dort fühlt sich die Pflanze am wohlsten.
Bodenfeuchte: Achte auf einen frischen (frisch - mäßig feucht) Boden (Feuchte 6), der nie ganz austrocknet.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (Mittelzehrer - mittlerer Nährstoffbedarf) ist ideal (Naehrstoffe 5).
Bodenbeschaffenheit: Die Erde sollte kalkhaltig / basisch (basisch - Boden mit hohem pH-Wert) sein.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Plane genau 0,19 m Platz in der Höhe ein.
Pflege: Die Pflanze ist unkompliziert, sollte aber aufgrund der Inhaltsstoffe nur mit Handschuhen berührt werden.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) – es teilt die Vorliebe für kalkreiche, kühlere Standorte und bildet einen schönen Gräserteppich.
Der Österreichische Bärenklau (Heracleum austriacum subsp. austriacum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise kalkhaltige Standorte in kühleren, oft alpinen Regionen. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und zeichnet sich durch ihre Breitblättrigkeit sowie den nicht verholzten Wuchs aus. Im Gegensatz zu seinem invasiven Verwandten bleibt diese Unterart mit einer Wuchshöhe von 0,19 m sehr kompakt und fügt sich harmonisch in niedrige Pflanzengesellschaften ein.
2 Videos zu Österreichischer Bärenklau


8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →