Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium alpestre
Auch bekannt als: Hieracium alpestre
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Alpen-Habichtskraut durch seine leuchtend gelben Korbblüten, die auf kräftigen, oft dunkel behaarten Stängeln über einer grundständigen Blattrosette stehen. Auch Schwebfliegen wie die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) steuern die Blüten regelmäßig an. In deinem Garten setzt du mit dieser Pflanze ein Zeichen für den Artenschutz und förderst gezielt die Biodiversität alpiner Florenelemente. Du machst hier alles richtig, wenn du einen sonnigen, eher kargen Platz für diesen Überlebenskünstler wählst.
Alpine Wildnis für deinen Garten: Lebensrettende Raupennahrung und Falter-Magnet.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Tankstelle für diverse Falter, darunter der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch Schwebfliegen wie die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Kleine Keilfleckschwebfliege (Eupeodes corollae) profitieren stark vom Nektarangebot. Besonders wertvoll ist das Kraut als Raupenfutterpflanze für seltene Nachtfalter wie den Schwarzen Bären (Arctia villica), die Dreipunkt-Glanzeule und den Schatten-Mönch (Cucullia umbratica). Die Samenreife im Spätsommer bietet zudem eine natürliche Nahrungsquelle für Samenfresser in der herbstlichen Gartenlandschaft.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Da die Gattung Milchsaft enthält, kann dieser bei Hautkontakt zu Reizungen führen oder bei Verzehr Unwohlsein auslösen. Achte im Familiengarten darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund stecken oder den Saft an die Augen bringen.
Licht
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Das Alpen-Habichtskraut ist eine dankbare Bewohnerin für sonnige Standorte.
Boden: Wähle einen mageren, durchlässigen und eher kalkarmen Boden; die Pflanze liebt es eher trocken.
Pflanzzeit: Setze die Stauden idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist, darfst du auf keinen Fall düngen.
Wasser: Nur in extremen Trockenperioden leicht gießen, Staunässe wird nicht vertragen.
Mykorrhiza: Ein gesundes Bodenleben unterstützt die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme.
Vermehrung: Die Art versamt sich an geeigneten Stellen selbst.
Rückschnitt: Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, magere Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend in der Nischennutzung.
Das Alpen-Habichtskraut (Hieracium alpestre) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Bergregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Es besiedelt bevorzugt Urgesteinsmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf silikatischem Gestein) und steinige Hänge. Morphologisch zeichnet es sich durch seine ausdauernde Lebensweise und die Ausbildung einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM) aus, einer engen Symbiose mit Bodenpilzen. Die Pflanze erreicht moderate Höhen und bildet zur Blütezeit die typischen, gelben Blütenköpfe aus, die aus vielen Zungenblüten bestehen.
1 Video zu Alpen-Habichtskraut

20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →