
Lilium martagon
Auch bekannt als: Türkenbund
10
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Türkenbund-Lilie (Lilium martagon) durch ihre zurückgeschlagenen Blütenblätter, die wie ein Turban geformt sind und ihr eine exotische Eleganz verleihen. In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Bereicherung für die heimische Fauna, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten wichtige Besucher wie den Baumweißling (Aporia crataegi) und den C-Falter (Polygonia c-album) anzieht. Mit ihrer präzisen Wuchshöhe von 0,58 m fügt sie sich harmonisch in schattige Gartenbereiche ein, ohne andere Gewächse zu erdrücken. Da sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist, unterstützt du mit ihrer Ansiedlung gezielt die regionale Biodiversität. Gönne deinem Garten dieses botanische Juwel, das über Jahre hinweg an Treue gewinnt.
Eleganter Turban für den Schattengarten: Ein Magnet für seltene Falter.
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Die Türkenbund-Lilie bietet von Juni bis September eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Baumweißling (Aporia crataegi) und der C-Falter (Polygonia c-album) von dem verborgenen Nektar. Auch Käfer wie das Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) nutzen die Pflanze als Lebensraum. Die relativ schweren Samen mit einem Gewicht von 5,8224 mg fallen meist in die direkte Umgebung oder werden durch Tiere verbreitet. Da sie auch im Schatten zuverlässig blüht, schließt sie eine ökologische Lücke an Standorten, die für viele andere Blütenpflanzen zu lichtarm sind.
Bitte beachte, dass die Türkenbund-Lilie als nicht kindersicher gilt, da alle Pflanzenteile für Menschen und viele Haustiere giftig sind. Sollte es zu einem versehentlichen Verzehr kommen, kontaktiere umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Im Garten sollte sie so platziert werden, dass sie für kleine Kinder nicht direkt zugänglich ist.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.583 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen schattigen Platz, beispielsweise im Unterwuchs von Bäumen oder an der Nordseite von Hecken.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide sowohl extreme Trockenheit als auch Staunässe.
Bodenbeschaffenheit: Die Art ist ein Mittelzehrer und benötigt normalen Gartenboden, der nicht übermäßig gedüngt sein muss.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg-Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln idealerweise im Herbst (September bis November) oder im Frühjahr (März bis Mai).
Wuchshöhe: Mit genau 0,58 m Höhe ist sie standfest, sollte aber im Austrieb vor Schnecken geschützt werden.
Pflege: Lass das Laub nach der Blüte im September vollständig gelb werden und welken, bevor du es entfernst.
Vermehrung: Die schweren Samen (5,8224 mg) führen zur Kurzdistanz-Ausbreitung; lass sie für eine natürliche Verwilderung einfach ausreifen.
Pflanzpartner: Die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Kalk und Halbschatten stellt.
Die Türkenbund-Lilie gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) innerhalb der Ordnung der Lilienartigen (Liliales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Europas, wobei sie in unseren Breiten vor allem kalkhaltige (basische) Laubmischwälder und Bergwiesen besiedelt. Ein morphologisches Merkmal sind die breitblättrigen Blätter, die in sogenannten Quirlen (mehrere Blätter auf einer Ebene um den Stängel) angeordnet sind. Die Pflanze ist ein ausdauerndes Kraut, das als Zwiebel überdauert und mit einer Blattfläche von 3363,28 mm² perfekt an das diffuse Licht unter Baumkronen angepasst ist.
1 Video zu Türkenbund-Lilie

8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_460080379
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