Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria genistifolia
Auch bekannt als: Ginster-Leinkraut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Ginsterblättrige Leinkraut (Linaria genistifolia) durch seine schwefelgelben Lippenblüten mit dem markanten Sporn und die schmalen, blaugrünen Blätter, die an Ginsterzweige erinnern. Als echter Überlebenskünstler besiedelt diese Art karge, sonnige Plätze, an denen die meisten anderen Gartenpflanzen schnell vertrocknen würden. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitiert insbesondere der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) von dem lang anhaltenden Nektarangebot bis in den Herbst hinein. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze für trockene Mauerkronen oder Steingärten suchst, die ökologischen Mehrwert bietet, liegst du hier genau richtig. Mit dieser Wahl förderst du die Artenvielfalt auf magerem Boden ganz ohne großen Gießaufwand.
Fünf Monate gelbe Blütenpracht – die robuste Nektarquelle für trockene Plätze.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt vor allem in ihrer späten und langen Blütezeit von Juni bis Oktober. In dieser Zeit dient sie als wichtige Tankstelle für Bestäuber, wobei der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) als regelmäßiger Gast dokumentiert ist. Die Samen sind mit einem Gewicht von nur 0,17 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und zur Vernetzung von Biotopen beiträgt. Da die Pflanze trockene, nährstoffarme Standorte bevorzugt, stützt sie die Lebensgemeinschaften von spezialisierten Insektenarten in Magerbiotopen. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel Struktur und Schutz für überwinternde Kleinstlebewesen. Durch das Ausbleiben von Düngung und Bewässerung wird zudem das Bodenleben in seiner natürlichen Zusammensetzung geschont.
Das Ginsterblättrige Leinkraut wird als nicht kindersicher eingestuft, da alle Pflanzenteile Inhaltsstoffe enthalten können, die bei Verzehr unverträglich sind. Achte darauf, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240. In einem reinen Naturgarten für Erwachsene ist die Handhabung der Pflanze jedoch völlig unproblematisch.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.299 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Die Pflanze benötigt einen mageren, nährstoffarmen Untergrund (Nährstoffwert 2). Mische schweren Gartenboden bei Bedarf mit reichlich Sand oder feinem Kies.
Feuchtigkeit: Setze sie in trockene Erde (Feuchtewert 3). Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, zusätzliches Gießen ist nur bei extremer Hitze nötig.
Bodenreaktion: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Reaktionswert 7) ist ideal für eine gesunde Entwicklung.
Pflanzzeit: Idealerweise pflanzt du im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Stängel nach der Blüte im Herbst stehen lassen, damit sich die leichten Samen (0,17 mg) durch den Wind verteilen können.
Pflanzpartner: Eine hervorragende Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum), da sie die gleichen Ansprüche an Trockenheit und kalkhaltigen Boden teilt.
Das Ginsterblättrige Leinkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als etablierter Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet sich die krautige Pflanze durch einen aufrechten Wuchs von exakt 0,3 m und wechselständige, lanzettliche Blätter aus. Die Blütenform mit Ober- und Unterlippe ist perfekt an die Bestäubung durch kräftige Insekten angepasst.
1 Video zu Ginsterblättriges Leinkraut

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →