Bild folgtKI-generierte IllustrationMegachile pilidens Alfken, 1924
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Du erkennst die Schmalbauch-Blattschneiderbiene an ihrem kompakten Körperbau und der hellen Bauchbürste (Sammelhaare an der Hinterleibsunterseite), die sie beim Blütenbesuch oft charakteristisch nach oben streckt. Diese Wildbiene bildet eine Generation pro Jahr aus und nutzt für ihre Eiablage vorhandene Hohlräume wie Fraßgänge in Totholz oder hohle Pflanzenstängel. Auffällig ist ihre Arbeitsweise, bei der sie kreisrunde Stücke aus Laubblättern ausschneidet, um damit ihre Brutzellen auszukleiden. Im Frühling ab Mai kannst du sie vor allem an der Dornigen Hauhechel (Ononis spinosa subsp. austriaca) beobachten. Während der Sommermonate besucht sie intensiv die Wiesen-Skabiose (Scabiosa columbaria), das Feld-Mannstreu (Eryngium campestre), den Großen Knorpellattich (Chondrilla juncea) sowie die Spritzgurke (Ecballium elaterium) und die Europäische Sonnenwende (Heliotropium europaeum). Im Spätsommer bis September dient der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix) als wertvolle Energiequelle. Die Larve ernährt sich von einem Gemisch aus Pollen und Nektar, das die Mutterbiene zuvor in die Zelle eingetragen hat. Das Tier überwintert als Ruhelarve (ein weit entwickeltes, inaktives Larvenstadium) geschützt in seinem Kokon innerhalb der Nestzelle. Du kannst die Art fördern, indem du markhaltige Stängel über den Winter stehen lässt und heimische Pflanzen wie die Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta) in sonnigen Gartenbereichen anpflanzt.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein nützlicher Bestäuber, der sich gegenüber Menschen friedfertig verhält. Ein Stich ist extrem selten und tritt nur ein, wenn das Tier direkt mit der Hand gequetscht wird. Da sie eine heimische Art ist, solltest du ihre natürlichen Niststätten und die Larven in den Stängeln unbedingt ungestört lassen.
Die Schmalbauch-Blattschneiderbiene (Megachile pilidens) gehört zur Familie der Megachilidae innerhalb der Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien, wobei sie bevorzugt in warmen, trockenen Lebensräumen vorkommt. Als solitär (einzeln) lebende Art ist jedes Weibchen für den eigenen Nestbau verantwortlich, wobei sie keine Staaten bildet. Charakteristisch für diese Gattung ist die Verwendung von Blattstücken für den Nestbau und der Pollentransport an der Unterseite des Hinterleibs statt an den Beinen.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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