Bild folgtKI-generierte IllustrationLuzula campestris agg.
Artengruppe
15
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Gewöhnliche Hainsimse (Luzula campestris agg.) durch ihre rötlich-braunen, knäueligen Blütenstände auf, die wie kleine Sterne über den behaarten Blättern schweben. In deinem Naturgarten ist dieses kompakte Gras ein wertvoller Mosaikstein für die frühe Insektenwelt. Besonders bodenbewohnende Nützlinge wie der Kupferfarbene Feldlaufkäfer (Cicindela campestris) oder der Erz-Kanalläufer (Amara aenea) finden hier einen geschützten Lebensraum. Mit ihrer Vorliebe für magere Standorte hilft sie dir, die Artenvielfalt auf kargen Rasenflächen zu erhöhen. Wenn du ein Herz für die kleinen Jäger in deinem Garten hast, ist dieses Gras genau die richtige Wahl für dich.
Bodennahe Vielfalt: Ein 13 cm kleiner Riese für heimische Laufkäfer.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Gewöhnliche Hainsimse ein wichtiger Lebensraum für spezialisierte Laufkäfer. Arten wie der Schwarzglänzende Schnellläufer (Agonum muelleri) und der Gemeine Kanalläufer (Amara plebeja) nutzen die dichten Horste als Rückzugsort. Auch der Schnellkäfer Hemicrepidius hirtus ist regelmäßig an dieser Art zu finden. Da die Samen mit 0.6205 mg sehr leicht sind, können sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden und so neue Lebensräume besiedeln. Das macht die Hainsimse zu einer wichtigen Pionierpflanze für die Vernetzung von Biotopen in deiner Nachbarschaft.
Die Gewöhnliche Hainsimse wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Kinder und Haustiere davon abgehalten werden, Teile der Pflanze zu verzehren. Im Falle einer Aufnahme oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.134 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Hainsimse ihre charakteristische Blütenfarbe voll entwickelt.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) und benötigt einen nährstoffarmen Untergrund. Dünge sie keinesfalls.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen Standort (mäßig feucht), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Sollte dein Gartenboden zu fett sein, kannst du ihn mit Sand abmagern (den Nährstoffgehalt durch Einmischen von Sand senken).
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Lass die Samenstände stehen, damit sich das leichte Saatgut durch den Wind ausbreiten kann.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich willig durch Selbstaussaat, ohne dabei aufdringlich zu werden.
Gute Partnerin: Das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana) passt ökologisch hervorragend, da es ähnliche Lichtansprüche hat und einen hübschen gelben Kontrast bildet.
Die Gewöhnliche Hainsimse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Magerwiesen (nährstoffarme Grasländer) und lichte Wälder, wobei sie saure bis neutrale Böden bevorzugt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.13 m bleibt sie sehr niedrig. Ein markantes Erkennungsmerkmal sind die langen, weißen Wimpernhaare an den Rändern der breitblättrigen Laubblätter, die sie deutlich von echten Gräsern unterscheiden.
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →