Bild folgtKI-generierte IllustrationLycium barbarum
Auch bekannt als: Gojibeere, Bocksdorn, Goji, Gemeiner Bocksdorn
13
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Bocksdorn (Lycium barbarum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die langen, rutenartigen Zweige und die violetten Trichterblüten verraten sofort die Verwandtschaft zu anderen Nachtschattengewächsen. In deinem Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er von Juni bis September eine verlässliche Nektarquelle bietet. Davon profitieren vor allem Wildbienen wie die Mai-Langhornbiene (Eucera longicornis) und Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Mit seinem kletternden Wuchs begrünt er Zäune oder Mauern und bietet gleichzeitig Lebensraum. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, ist dieser robuste Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) eine gute Wahl für dich.
Robuste Kletterkünstlerin: Vier Monate Nektar für Mai-Langhornbiene und Co.
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Der Bocksdorn ist eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen ihn regelmäßig die Honigbiene, die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Mai-Langhornbiene (Eucera longicornis). Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) fliegen die violetten Blüten in den Sommermonaten an. Die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) begünstigen eine Ausbreitung über größere Distanzen. Durch die lange Blütezeit von Juni bis September schließt er wichtige Versorgungslücken im Hochsommer. Vögel nutzen die Beeren im Herbst als Nahrung, was die ökologische Bedeutung für den Garten abrundet.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zu den Nachtschattengewächsen gehört, ist im Umgang mit Kindern und Haustieren Vorsicht geboten, da Pflanzenteile potenziell giftige Stoffe enthalten können. Im Falle eines Unfalls kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.704 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel direktes Licht benötigt.
Bodenfeuchte 5: Halte den Boden frisch, also mäßig feucht, und vermeide sowohl Staunässe als auch völliges Austrocknen.
Nährstoffe 5: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngung reicht völlig aus.
Pflanzzeit: Setze den Bocksdorn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane eine Rankhilfe für die Wuchshöhe von 1,7 m ein, da er als Kletterpflanze Unterstützung braucht.
Bodenreaktion 6: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein.
Pflege: Da er als nicht verholzt gilt, können alte Triebe im Spätwinter bodennah zurückgeschnitten werden.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie ist ebenfalls wärmeliebend und teilt die Vorliebe für sonnige Standorte, während ihr Blau einen schönen Kontrast bildet.
Der Gewöhnliche Bocksdorn gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er verbreitet und besiedelt bevorzugt wärmeliebende Standorte. Als Kletterpflanze erreicht er eine Wuchshöhe von genau 1,7 m und besitzt breitblättrige Blätter mit einer Fläche von etwa 1188 Quadratmillimetern. Auffällig ist sein geringes Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 1,712 mg, was die Fernausbreitung durch den Wind erleichtert. Trotz seines oft sparrigen Wuchses gilt er nach aktuellen Daten als nicht verholzt.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →