Bild folgtKI-generierte IllustrationSilybum marianum
Auch bekannt als: Marienkörner, Donnerdistel, Stechkörner, Gewöhnliche Mariendistel, Fieberdistel, Frauendistel, Christi Krone, Heilandsdistel
26
Arten
interagieren
40
Interaktionen
dokumentiert
An ihren großen, weiß marmorierten Blättern mit den wehrhaften Stacheln lässt sich die Mariendistel (Silybum marianum) sofort erkennen. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur eine Heilpflanze; sie dient als wertvolle Nektarstation für spezialisierte Insekten wie die Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus). Mit ihrer stattlichen Gestalt und den purpurfarbenen Blütenkörben setzt sie vertikale Akzente im Staudenbeet. Besonders Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren von ihrem Angebot. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, ist sie eine wunderbare Wahl für deine Naturoase.
Stachelige Schönheit: 0,8 Meter Lebensraum für Scheckenfalter und Wildbienen.
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Die Mariendistel ist eine Magnetwirkung für Schmetterlinge. Nach aktuellen Beobachtungsdaten besuchen Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) die purpurnen Blüten. Auch seltenere Falter wie Melitaea ornata finden hier Nahrung. Für Wildbienen ist die Pflanze ebenfalls bedeutsam, insbesondere für die Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus). Da die Samen mit etwa 20 mg recht schwer sind, werden sie oft durch Tiere verbreitet oder dienen Vögeln in der kalten Jahreszeit als energiereiche Futterquelle, wenn du die Stängel stehen lässt.
Die Mariendistel ist aufgrund ihrer kräftigen Dornen an den Blatträndern nicht als kindersicher eingestuft. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du sie eher in den hinteren Bereich des Beetes pflanzen, um schmerzhafte Begegnungen zu vermeiden. Besondere Giftwarnungen liegen für die Kultivierung im Garten nicht vor.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.804 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bekommt.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig und basenreich sein. Ideal ist ein tiefgründiger, nährstoffreicher Boden (Starkzehrer).
Feuchtigkeit: Frisch (mäßig feucht) halten, Staunässe jedoch unbedingt vermeiden.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0.8 m.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Selbstaussaat. Möchtest du Vögeln Nahrung bieten, lass die verblühten Köpfe bis zum Frühjahr stehen.
Vermehrung: Die schweren Samen fallen meist nah an die Mutterpflanze; eine gezielte Aussaat im Spätsommer klappt meist problemlos.
Pflanzpartner: Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Wärme und Boden stellt.
Die Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den warmen Regionen Mitteleuropas sowie im Mittelmeerraum beheimatet. In der Natur findet man sie oft auf Ruderalstandorten (unbebaute, vom Menschen geprägte Flächen) und an sonnigen Wegrändern. Botanisch auffällig ist die namensgebende Weißzeichnung der Blätter, die durch Luftgewebe unter der Oberhaut entsteht. Als zweijährige, krautige Pflanze bildet sie im ersten Jahr eine bodenständige Rosette und im zweiten Jahr den blütentragenden Stängel.
19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →