Bild folgtKI-generierte IllustrationMelecta luctuosa
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Die Pracht-Trauerbiene (Melecta luctuosa) erkennst du an ihrem tiefschwarzen Körper, der durch auffällige weiße Haarflecken an den Seiten des Hinterleibs und an den Beinen gezeichnet ist. In deinem Garten taucht diese markante Wildbiene im Juni auf, wenn sie mit einem fast schwebfliegenartigen Flugverhalten Blüten besucht. Da sie zu den Kuckucksbienen gehört, baut sie keine eigenen Nester, sondern lässt ihren Nachwuchs in den Bauten von Pelzbienen im Boden aufwachsen. Auf ihrer Suche nach Nektar bevorzugt sie die Zaun-Wicke (Vicia sepium var. sepium) und die Wilde Malve (Malva sylvestris). Auch blühende Obstbäume wie der Apfel oder das Graue Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) werden von ihr gezielt angeflogen. Weil sie verschiedene Pflanzenfamilien nutzt, gilt sie als polylektisch (auf viele unterschiedliche Pollen- und Nektarquellen spezialisiert). Du kannst dieses seltene Tier unterstützen, indem du offene Bodenstellen für ihre Wirtstiere bewahrst und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Ein naturnaher Garten mit einer hohen Vielfalt an heimischen Wildblumen bietet ihr die beste Lebensgrundlage. Achte darauf, verblühte Stauden erst im Frühjahr zu entfernen, um den ökologischen Kreislauf nicht zu stören.
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Diese Wildbiene ist für dich absolut harmlos und verhält sich gegenüber Menschen niemals aggressiv. Da sie keinen Staat verteidigen muss, setzt sie ihren Stachel nur in äußerster Lebensgefahr ein. Wie alle heimischen Wildbienenarten ist sie nach der Bundesartenschutzverordnung rechtlich geschützt.
Die Pracht-Trauerbiene wird taxonomisch in die Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) eingeordnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Als spezialisierter Brutparasit ist ihre Nistbiologie untrennbar mit der Anwesenheit von Pelzbienen verknüpft, in deren unterirdische Gänge sie ihre Eier legt. Von morphologisch ähnlichen Arten lässt sie sich durch die charakteristische Anordnung und Reinheit ihrer weißen Fleckenzeichnung unterscheiden.
4 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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