Bild folgtKI-generierte IllustrationNomada sexfasciata
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Mit einer Körperlänge von bis zu dreizehn Millimetern und ihrer markanten, schwarz-gelben Bänderung sowie den rötlichen Beinen fällt die Langkopf-Wespenbiene (Nomada sexfasciata) im Frühlingsgarten sofort auf. Diese Wildbiene wirkt fast kahl und erinnert durch ihren Körperbau eher an eine kleine Wespe. Als Kuckucksbiene (eine Biene, die ihre Eier in die Nester anderer Arten legt) baut sie selbst keine eigenen Nester, sondern nutzt die unterirdischen Gänge von Langhornbienen. Sie ist polylektisch (beim Nektarsaugen nicht auf eine Pflanzenart spezialisiert) und fliegt in Deinem Garten von April bis Mai. Besonders gerne besucht sie dann die Blüten vom Apfel, den Gundermann (Glechoma hederacea) oder das Gänseblümchen (Bellis perennis). Auch am Weißklee (Trifolium repens) oder der Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) kannst Du sie bei der Nahrungssuche beobachten. Da sie keine Pollenkörbe besitzt, dient der Besuch von Pflanzen wie dem Dach-Pippau oder dem Jakobs-Greiskraut primär ihrer eigenen Energieversorgung. Um ihr zu helfen, solltest Du offene Bodenstellen für ihre Wirtsbienen erhalten und ein reiches Blütenangebot pflegen.
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Trotz ihres wehrhaften Aussehens ist die Langkopf-Wespenbiene völlig harmlos und zeigt keinerlei aggressives Verhalten gegenüber Menschen. Ein Stich erfolgt nur bei direkter Quetschung und ist kaum spürbar. Wie alle heimischen Wildbienenarten ist sie durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt.
Die Langkopf-Wespenbiene gehört zur Familie der Apidae innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wobei ihr Vorkommen eng an die Bestände ihrer Wirtsbienen gekoppelt ist. Als Kleptoparasit (Brutparasit) besetzt sie die Nester der Langhornbienen, wo ihre Larve das Ei des Wirtes zerstört und die Vorräte verzehrt. Namensgebend ist der verlängerte Kopfbereich, der sie von vielen verwandten Wespenbienenarten unterscheidet.
9 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →