
Trifolium repens
Auch bekannt als: Weiss-Klee, Kriech-Klee, Kriechender Klee, Weissklee
14
Arten
interagieren
204
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An den kugeligen, weißlichen Blütenköpfen und den markanten dreizähligen Blättern lässt sich der Weiß-Klee (Trifolium repens) sofort erkennen. Er ist weit mehr als eine Rasenpflanze: Als Stickstoffsammler verbessert er die Bodenqualität auf ganz natürliche Weise. Für Schmetterlinge wie den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) oder das Große Fünffleckwidderchen ist er eine unverzichtbare Futterquelle. In deinem Garten sorgt er für sattes Grün und lebendige Vielfalt, selbst wenn der Boden eher durchschnittlich ist. Schau genau hin, wie viel Leben diese kleine Pflanze anzieht.
Stickstoff-Fabrik und Futterquelle für den Hauhechel-Bläuling.
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Diese Pflanze ist ein wahrer Magnet für heimische Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als wichtige Raupenfutterpflanze für den Silberfleck-Bläuling und den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Auch der Gitterspanner und das Große Fünffleckwidderchen finden hier ihre Nahrungsgrundlage. Durch die lange Blütezeit von März bis September bietet der Weiß-Klee über viele Monate hinweg eine verlässliche Nektarquelle für Bestäuber. Da er als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist) fest in unsere Landschaft integriert ist, unterstützt er die regionale Artenvielfalt massiv.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Der Weiß-Klee ist herrlich unkompliziert. Er bevorzugt einen sonnigen Standort auf frischem (mäßig feuchtem) Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt er mit normaler Gartenerde bestens zurecht.
Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen oder pflanzen, solange der Boden offen ist.
Eine Besonderheit ist seine Verbindung zu AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die als Symbiosepartner die Nährstoffaufnahme verbessern.
Er ist trittfest und regeneriert sich schnell durch seine kriechenden Ausläufer.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte fördert einen zweiten Flor.
Als Partner im Rasen oder Beet eignet sich die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) hervorragend. Beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in ihrer Robustheit, wodurch eine ökologisch wertvolle Pflanzendecke entsteht.
Der Weiß-Klee (Trifolium repens) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt bevorzugt Wiesen und Weiden. Seine Besonderheit ist der kriechende Wuchs, bei dem die Stängel an den Knoten Wurzeln bilden. Er lebt in einer Symbiose mit Knöllchenbakterien (Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden), wodurch er seinen eigenen Dünger produziert. Die Blütenstände bestehen aus vielen Einzelblüten, die nach der Bestäubung braun werden und herabhängen.
1 Video zu Weiß-Klee

10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_438124511
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