Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis tectorum
Auch bekannt als: Crepis tectorum
24
Arten
interagieren
41
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Dach-Pippau (Crepis tectorum) durch seine leuchtend gelben Korbblüten aus, die an den verzweigten Stängeln fast wie kleine Sonnen wirken. Er ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da er als wichtige Futterquelle für bedrohte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) dient. Auch Wildbienen, darunter die Vierbindige Furchenbiene (Lasioglossum costulatum), steuern ihn gezielt an. Wenn du trockene, sonnige Stellen im Garten ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser robusten Art genau richtig. Du förderst damit aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
Leuchtendes Gelb von Mai bis Oktober: Die Tankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Dach-Pippau eine zentrale Lebensader für zahlreiche Insekten. Er wird von spezialisierten Faltern wie dem Orangeroten Heufalter (Euphydryas desfontainii) und verschiedenen Scheckenfaltern wie Melitaea varia oder Melitaea aetherie besucht. Auch Wildbienen finden hier reichlich Nahrung, darunter die Rotbeinige Furchenbiene (Lasioglossum calceatum) und die Langkopf-Wespenbiene (Nomada lathburiana). Selbst der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und die Honigbiene (Apis mellifera) nutzen das Angebot. Da die Pflanze bis in den Oktober hinein blüht, schließt sie wichtige Versorgungslücken im Spätsommer.
Der Dach-Pippau gilt nach gärtnerischer Einschätzung als nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen gelb blühenden Korbblütlern wie dem Habichtskraut, die jedoch in der Regel ebenfalls ungiftig sind. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Er gedeiht am besten auf trockenen Untergründen und ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf), kommt also mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist extrem anspruchslos. Gießen musst du nur bei langanhaltender extremer Hitze.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen von selbst, was für ein natürliches Gartenbild sorgt.
Winter: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend, um verschiedenen Insektenarten über einen langen Zeitraum Nahrung zu bieten.
Der Dach-Pippau gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (heimisch). Als typischer Bewohner sonniger, trockener Standorte besiedelt er oft Brachflächen oder Wegränder. Er zeigt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), was eine enge Lebensgemeinschaft zwischen seinen Wurzeln und Bodenpilzen beschreibt, die ihm bei der Nährstoffaufnahme hilft. Botanisch zeichnet er sich durch seine schmalen Blätter und die typische Korbblütenform aus, die ihn als klassischen Vertreter der Gattung Pippau (Crepis) ausweist.
2 Videos zu Dach-Pippau


24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →