Bild folgtKI-generierte IllustrationOdontites vulgaris
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Zahntrost
9
Arten
interagieren
29
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Rote Zahntrost (Odontites vulgaris) durch seine einseitswendigen, rötlich-violetten Blütenstände auf, die fast wie kleine, aufrecht stehende Kämme wirken. Diese Pflanze ist ein faszinierendes Beispiel für ökologische Zusammenarbeit, denn als Halbschmarotzer zapft sie Gräser an, ohne ihnen zu schaden. Davon profitieren Bestäuber wie die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und Schmetterlinge wie der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), die hier im Hochsommer wichtige Nahrung finden. Wenn du in deinem Garten eine natürliche Wiese pflegst, ist diese Art eine wunderbare Bereicherung für die Artenvielfalt. Trau dich ruhig an diesen kleinen Spezialisten heran, er wird dich mit seinem regen Insektenbesuch belohnen.
0.31 Meter pure Natur: Die wichtige Spätsommer-Tankstelle für Erdhummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Rote Zahntrost eine wertvolle Anlaufstelle für verschiedene Insekten. Besonders die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) nutzen die spät im Jahr erscheinenden Blüten von Juli bis September intensiv. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Unter den Schmetterlingen profitiert vor allem der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) von dem Nektarangebot. Da die Samen mit nur 0.21 mg extrem leicht sind, können sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden, was die natürliche Ausbreitung im Garten unterstützt.
Der Rote Zahntrost wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb beim Gärtnern mit kleinen Kindern eine gewisse Umsicht geboten ist. Da er als Halbschmarotzer spezielle Inhaltsstoffe bilden kann, sollte er nicht verzehrt werden. Bei Unfällen oder versehentlichem Verschlucken kontaktierst du am besten den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.311 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; er sollte weder extrem mager noch übermäßig gedüngt sein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (Frisch), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den offenen Boden.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die exakte Endhöhe von 0.31 m.
Besonderheit: Da die Pflanze einjährig ist, solltest du die verblühten Triebe erst nach der Samenreife entfernen, um die Selbstaussaat zu fördern.
Vermehrung: Die sehr leichten Samen (0.21 mg) werden durch den Wind verbreitet und sorgen im nächsten Jahr für neue Keimlinge.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) – sie dient dem Zahntrost als natürlicher Wirt und bietet den idealen Standortrahmen.
Der Rote Zahntrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als einjähriger Halbschmarotzer (Hemiparasit) entzieht er den Wurzeln benachbarter Gräser Wasser und Nährsalze, betreibt aber selbst Photosynthese. Er besiedelt bevorzugt frische, mäßig nährstoffreiche Standorte auf Wiesen oder an Wegrändern. Mit einer Wuchshöhe von 0.31 m bleibt die krautige Pflanze eher niedrig und bildet verzweigte, nicht verholzende Triebe mit breitblättrigem Laub aus.
3 Videos zu Roter Zahntrost



9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →